Ein Blog rund um die Fotografie und die Regensburger Foto Blosn

Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten

Hallo liebe Leser,

an dieser Stelle möchte ich euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest wünschen.

Leider habe ich es aufgrund des vorweihnachtlichen Stress nicht geschafft einen weiteren Beitrag zu verfassen. Ich weiß auch nicht ob ich dieses Jahr überhaupt noch einen Beitrag posten werde, denn zwischen den Feiertagen bin ich natürlich viel unterwegs.

Ich möchte mich auch ganz herzlich bei allen Lesern für die Treue bedanken. Es sind nicht viele Follower, aber der Besucherzähler (über 1800) zeigt mir, das sich mittlerweile doch so einige Besucher hierher verirrt haben.


In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Markus

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Unterwegs mit der Foto Blosn - Tod und Vergänglichkeit

Hallo liebe Leser,

jetzt sind schon wieder zwei Wochen rum ohne einen neuen Beitrag. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn heute gibt es wieder eine Beitrag von der Regensburger Foto Blosn. Am 24. November war es wieder so weit. Das Thema lautete diesmal Tod und Vergänglichkeit. Welche Location bietet sich für dieses Thema mehr an als ein Friedhof! Allerdings sei hier die Empfehlung ausgesprochen, dass man sich vorher eine Genehmigung vom Pfarramt holt. Ich denke es kommt nicht gut an, wenn eine Horde Fotografen den Friedhof stürmt. Im schlimmsten Fall findet gerade eine Beerdigung statt und da sind Fotografen das Letzte, was man sehen will.
Doch wir trieben uns nicht nur auf Friedhöfen rum, sondern auch im Dom zu St. Peter. Wer hier schon mal Fotos machen wollte, weiß, dass ein Stativ fast unentbehrlich ist. Selbst mit den hervorragenden High-ISO Fähigkeiten der K5 kommt man um ein Stativ nicht rum. Die grundsätzliche Problematik ist jedoch, dass man im Dom nicht mit Stativ fotografieren darf, zumindest nicht ohne Genehmigung. Und genau diese hat Ingo im Vorfeld besorgt. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank.

Aber was fotografiert man so im Dom? Klar die Architektur könnte man sagen, aber das passt so nicht immer zu Thema. Einfach die Vierung symmetrisch auf den Sensor gebannt ist nicht unbedingt dem Thema Tod und Vergänglichkeit entsprechend. Ich gebe zu,  viele meiner Bilder sind Architekturbilder, die nichts mit dem Tod zu tun haben. Ein Bild ist aber dennoch vorzeigbar.

Weg ins Licht
Nach diesem Bild habe ich gezielt gesucht. Es gibt zahlreiche kleine Altare im Dom, aber bei keinem war die Position zu den Bänke so gut wie bei diesem hier. Das Stativ habe ich so niedrig wie möglich eingestellt und das Sigma 8-16 auf die Kamera geschraubt. In Lightroom habe ich den Kontrast ein wenig angehoben, eine Vignette sowie eine passende Tönung hinzugefügt. Besonders die Bänke, die ins Bild führen gefallen mir an diesem Bild. Es wäre wohl auch für das Thema Zentralperspektive geeignet gewesen. Dass das Bild beim Lichtbild des Monats Dezember 2012 der Fotografischen Gesellschaft Regensburg den ersten Rang belegt, war allerdings nicht zu erwarten. Umso mehr freue ich mich natürlich über diese Ehre.


Nach dem Shooting im Dom sollte es zum oberen kath. Friedhof gehen. Da aber die Genehmigung erst ab drei Uhr gültig war, suchten wir kurzerhand die wärmenden Räume des Dombrowski auf.

Nun der obere kath. Friedhof zählt nicht zu den schönsten in Regensburg. Dennoch gibt es auch hier so einige spannende Details zu entdecken. So fiel mir z.B. ein verwittertes Eisenkreuz ins Auge.

Eisenkreuz Detail

Mit dem Tamron 90mm Macro konnte ich die Details gut ausarbeiten. Passenderweise hat der Hintergrund die gleiche Tönung wie das Kreuz selbst.

Weitere Bilder der Foto Blosn Mitglieder sind hier zu sehen ---> Klick

So das war's wieder für heute. Der nächste Stammtisch wird etwas kleiner ausfallen, da Weihnachten vor der Türe steht und die Leute einfach extrem unter Strom stehen. Mal sehen ob dazu einen Beitrag geben wird, oder ob ich wieder ein technisches Thema poste.

Bis demnächst

Markus


Montag, 26. November 2012

Ein Tag im Pfunderer Tal

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich von unserem Ausflug nach Südtirol berichten. Insgesamt vier Tage lang war unser Ausflug in die Berge. Die Südtiroler Alpen bieten für jeden Landschaftsfotografen eine unfassbare Vielfalt an Motiven, so dass man hier auch mehr als nur vier Tage verbringen kann. Allerdings sind auch viele Gegenden sehr stark auf Tourismus ausgelegt und dementsprechend von Menschen überlaufen.

Hier bildet das Pfunderer Tal eine Ausnahme, denn hier gibt es keine Liftanlagen oder Seilbahnen. Die Ortschaft Pfunders ist einzig und alleine von Süden her kommend zu erreichen. Im Pustertal in der Ortschaft Vintl verlässt man die SS49 Richtung Weitental/Vallarga und Pfunders/Fundres. Durch Weitental hindurch geht es weiter nach Pfunders. Entlang der Via Lärch fährt man über eine schmale Straße Richtung Dun. Die Wanderung zur Weitenbergalm startet man entweder vom kleinen Parkplatz, oder einige Hundert Meter die Straße weiter oben, sofern noch Platz da ist. Der Einstieg der Route ist hier. Von diesem Punkt aus geht es ersteinmal gut 40min hauptsächlich durch einen Wald, und diesen Anstieg sollte man nicht unterschätzen. Ab und zu kann man einen Blick durch das Dickicht auf den rauschenden Pfunderer Bach erhaschen. Und als man glaubt, der Wald möge gar nicht mehr aufhören, steht man vor einem Gatter. Hat man dieses passiert, belohnt eine grandiose Landschaft den Wanderfreund.

Pfunderer Berge mit Weitenbergbach

Hier kann man eine kleine Pause einlegen und die Landschaft sowie den tosenden Bach genießen.
Auf dem Weg zur Weitenbergalm überqueren wir den Bach, der im Frühjahr zur Schneeschmelze erwartungsgemäß sehr viel Wasser führt.

Tosender Bach


Nach der Überquerung des Baches geht es am rechten Ufer weiter Richtung Alm. Auf der gegenüberliegenden Seite kann man mit etwas Glück Murmeltiere entdecken. Diese machen sich durch Pfeifen bemerkbar und warnen so vor Feinden. Etwa 200m nach der kleinen  Brücke über die wir den Bach überquert haben, steht man vor der Wahl des Route. Entweder man wählt den befestigten aber längeren Fahrweg oder man zweigt links ab und wählt einen Trampelpfad, der zum Ende hin sehr steinig wird.
Nach etwa einem Kilometer treffen sich beide Wege wieder und es geht weiter auf dem Fahrweg.

Nach weiteren wenigen 100m muss man diesmal ohne der Hilfe einer Brücke einen kleinen Bach queren. Nun Bach ist fast ein wenig übertrieben, es handelt sich eher um ein Rinnsal. Dennoch riskiert man hier nasse Füße, wenn man kein solides Schuhwerk hat. Das folgende Bild zeigt die Situation

Pfunderer Berge mit Rinnsal
Von hier sind es nur noch etwa 500m zur Weitenbergalm, auf der eine Brotzeit Pflicht ist. Besonders empfehlenswert ist die selbstgemachte Gerstsuppe. Diese schmeckt auf 1960m ü.N.N. besonders gut.

Von der Alm hat man die Möglichkeit  weiter den Pfunderer Höhenweg zu gehen. Allerdings sollte man hier mindestens vier Stunden zusätzlich einplanen. Wir waren leider recht spät vor Ort und haben uns dagegen entschieden. Die Almkatze hat das natürlich gefreut, denn so konnten wir etwas mehr mit ihr scherzen. Nicht entgehen lassen sollte man sich die neugierige Pferdeherde hinter der Almhütte.

Pferdeherde

Der Abstieg Richtung Pfunders gestaltet sich nicht mehr so spektakulär und nach etwas mehr als einer Stunde ist man wieder auf dem Parkplatz.

So das war's wieder für heute.

Bis zum nächsten Mal...
Markus




Mittwoch, 7. November 2012

Pentax K30 vs. Pentax K5

Hallo liebe Leser,

heute habe ich ein technisches Thema für euch, markenspezifisch noch obendrein. Es geht um die brandneue Spiegelreflexkamera Pentax K30.
Die kleine Schwester der K5 war bei mir für drei Wochen zu Gast und hier möchte ich meine Erfahrungen schildern und gleichzeitig zeigen, wo die K5 und wo die K30 die Nase vorne hat. Immerhin liegen fast zwei Jahre zwischen den Kameras, und somit darf man mit Überraschungen und neuen technischen Features rechnen.

Doch was ist die K30 eigentlich, in welcher Klasse ist sie angesiedelt und was bietet sie?

Pentax K30
Quelle: Pentax 


Die 30 ist eindeutig eine gehobene Einsteiger Kamera. Ihre Konkurrentinnen sind nicht die EOS 1100 oder die D3200. Vielmehr sind es die EOS 650 oder die D5100. Dafür spricht auch die ausgerufene UVP von 749€. Und das sind die wesentlichen Features:
  • 16 MP mit 4928 x 3264 Pixel
  • 11 AF Sensoren, 9 davon Kreuz
  • 100% Sucher mit Pentaprisma
  • Bildstabilisator im Body
  • 3" Display mit 921 000 Pixel
  • 81 Dichtungen gegen Schmutz und Wasser
  • zwei Einstellräder
  • 6 Bilder/s
  • uvm.

Gerade die zwei Einstellräder, der 100% Sucher durch ein Pentaprisma statt eines billigen Pentaspiegels, die Bildstabilisierung im Body, die Abdichtung gegen Wasser und Schmutz sowie das robuste Edelstahlgehäuse sind in dieser Klasse alles andere als selbstverständlich. Ja noch viel mehr diese Ausstattungsmerkmale findet man meist in semiprofessionellen Kameras. Insofern ist die UVP ein faires Angebot, denn das gibt so von keinem anderen Hersteller.

Jetzt ist aber Schluß mit der Werbung für die K30. Jetzt geht es darum, wie sich die Kleine in den drei Wochen geschlagen hat.

Kommen wir zum ersten Punkt

Das Handling

Nun die K30 ist schon ein Stückchen kleiner als die K5. Nimmt man sie jedoch in die Hand, so ist sie einem als K5 User vertraut. Die Griffwulst ist bei beiden Kameras sehr ähnlich und die Hand fühlt sich quasi wie zu Hause. Auch die Tatsache, dass man zur Einstellung der Belichtungsparameter zwei Einstellräder hat, eines vorne und eines hinten, ist dem K5 User vertraut. Diese Einstellräder sind aber im Gegensatz zur K5 nicht gummiert, sondern aus Hartplastik.
Als Kritikpunkt ist jedoch anzumerken, dass die K30 über keine Möglichkeit einen Batteriegriff zu besfestigen verfügt. Das ist gerade bei Hochformataufnahmen eher von Nachteil. Allgemein gilt bei der K30, dass sie sich nicht ganz so hochwertig anfühlt wie die K5. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, denn die extrem gute und hochwertige Verarbeitung der K5 verwöhnt den User und kann von einer gehobenen Einsteigerkamera nicht erwartet bzw. erreicht werden.

Aufgrund der Tatsache, dass die K5 wertiger ausfällt und der fehlende Batteriegriff der K30 geht dieser Etappensieg an die K5.

Der nächste Punkt ist

Die Bildqualität

Diesen Punkt können wir relativ schnell abhaken. Der Sensor der K30 ist eine leichte Modifikation des K5 Seonsors. Was die Auflösung betrifft, so sollten beiden nahezu identisch sein. Lediglich der Tiefpassfilter scheint bei der K30 etwas anders zu sein, so dass diese etwas feinere Details widergeben kann. Das ist aber nur unter Laborbedingungen zu ermitteln. 

Das ISO Verhalten ist wohl identisch, wenn man die RAW Files vergleicht. Das Rauschen ist bei der K30 etwas anders. Nicht mehr oder weniger, sondern es scheint, als ob das "Korn" der K5 etwas feiner wäre, zumindest laut diverser Forumsbeiträge und meiner Beobachtungen.
Der Dynamikbereich ist laut DXO-Mark bei der K5 noch eine Blendenstufe größer.
Diese Punkte lassen keinen Sieger in der Kategorie Bildqualität zu.

Hier ein schönes Beispielbild aufgenommen mit der K30.

Pferdeherde



Ein weiterer entscheidender Punkt einer DSLR ist das

AF-System

Hier muss man ganz klar sagen, dass die K30 die Nase vorne hat. Nicht nur dass der AF Entscheidungsfreudiger  und unter schwierigen Lichtbedingungen treffsicherer ist, nei der AF verfügt jetzt auch über weitere Konfigurationsmöglichkeiten.
So ist es möglich mehrere AF Felder zusammenzufassen und der kontinuierliche AF, bei Pentax AF.C genannt, übernimmt die Daten des benachbarten AF Feldes. Damit kann man bequem und sicher schnelle Objekte verfolgen, die sonst evtl. das eingestellte AF-Feld verlassen. Eine richtige Prüfung auf Herz und Nieren dieser Funktionalität konnte ich in den wenigen Wochen nicht vornehmen, aber bei vorbeifahrenden Autos hat man kaum Mühe dem Objekt zu folgen.
Dieses Feature hat die K30 der K5 voraus. In der gerade erst erschienenen K5 II/IIs ist aber auch dieses Feature an Bord.
Was die Geschwindigkeit des Phasen-AF betrifft, so konnte ich kaum Unterschiede feststellen.
Anders sieht die Sache jedoch in Live-View(LV) aus. Die K30 legt hier ein sehr gute Performance vor, die kaum von einer anderen Kamera erreicht wird. Der Kontrast-AF arbeiten Blitzschnell und absolut präzise. Da kann die mittlerweile zwei Jahre alte K5 nicht ansatzweise mithalten.
Darüberhinaus verfügt die K30 in LV über ein sog. Pixel Peaking. Dabei handelt es sich um eine Art Fokussierhilfe, wenn man z.B manuell scharfstellen möchte. Dabei werde die scharfen Kanten überschärft dargestellt, was die Beurteilung der Lage des Schärfepunktes sehr erleichtert. Möchte man diese Überschärfung auf dem Display nicht benutzen, so lässt sich das Pixel Peaking natürlich deaktivieren.

Alles in Allem, beim AF geht der Punkt klar an die K30

Ein Punkt, der in letzter Zeit bei der Beurteilung einer Kamera ins Gewicht fällt ist die



Videofähigkeit

Ich muss persönlich zugeben, dass ich mir eine DSLR nicht wegen ihrer Videoqualitäten kaufe, sondern ausschließlich wegen ihrer Eigenschaften als Fotoapparat. Insofern kann ich die Fähigkeit der K30 hierbei nicht beurteilen. Aber alleine anhand der Spezifikation und der Tatsache, dass hier auch der AF funktioniert, geht dieser Punkt ebenfalls an die K30.


Sonstige Features

Nun hier schreibe ich jetzt auf, was mir bei der K30 ein wenig gefehlt hat. Wohlgemerkt, ich komme von der sehr gut ausgestatteten K5 und dies ist Jammern auf hohem Niveau.

Der Staubreduktionsmechanismus scheint bei der K30 nicht so effizient zu arbeiten, wie bei der K5. Die K30 hat einen einfachen Mechanismus, der lediglich den Sensor durchrüttelt. Bei der K5 arbeitet der Mechanismus mit Ultraschall. In den drei Wochen mit der K30 hatte ich relativ viel Schmutz auf dem Sensor und das war ich bis jetzt von der K5 nicht gewohnt. In diesem Zusammenhang vermisse ich auch den Staubalarm. Dieser zeigt bei der K5 ein Hochkontrastbild mit dem Sensorschmutz auf dem Display als JPEG.

Das Schulterdisplay der K5 vermisst man am Anfang bei der K30, man gewöhnt sich aber schnell dran. Jedoch ist man hinterher wieder mit der K5 unterwegs, ist man irgendwie doch froh ein solches Zusatzdisplay zu haben.

Was ebenfalls auffällt ist das relativ laute Verschlussgeräusch der K30. Es ist nicht lauter als das was man so von anderen Herstellern kennt, aber sehr viel lauter als bei der K5. Diese hat ein sehr gedämpften Mechanismus. So kann es passieren, das ein Modell in wenigen Metern Entfernung gar nicht mitbekommt, dass man bereits ein Foto gemacht hat. So etwas ist mir tatsächlich bei einem Studioshooting passiert.

Ja man könnte vielleicht den einen Punkt hier auch beim Handling einschieben, aber dort ging es mir eher um das Anfassgefühl.

Dieser letzte Punkt geht also an die K5.


Fazit 
 
Zusammengefasst heißt das jetzt in Zahlen ..... 3:3 unentschieden. Die K5 macht bei der Ausstattung und beim Handling die bessere Figur, die K30 dagegen beim AF und bei Video. Bei der Bildqualität gibt es wenn, dann nur unter Laborbedingungen messbare Unterschiede. Hier sind beide Kamera auf Augenhöhe.

Wer einen kleine, leichte und dennoch robuste DSLR haben möchte, der tätigt mit der K30 sicherlich keinen Fehlkauf, im Gegenteil.
Für Einsteiger ist die K30 ebenfalls sehr gut geeignet, denn das gewohnt intuitive Bedienkonzept von Pentax lässt das ausführliche Handbuch zum Altpapier verkommen. 

Die Bildqualität ist hervorragend und das Objektivangebot ist bei Pentax mittlerweile auch sehr vielfältig, auch in Bezug auf günstige und abgedichtete Objektive, welche die wetterfeste K30 perfekt ergänzen.

Einzig der fehlende Batteriegriff stört das durchdachte Bedienkonzept, denn wer mit sehr großen Händen gesegnet ist, wird evtl. die K30 als zu klein und unsicher im Halten empfinden. Das war für mich der Hauptgrund, warum die K30 nicht dauerhaft bei mir geblieben ist. Ich möchte einfach die Wahl haben zwischen Kompaktheit und Bequemlichkeit und dies möchte eben jederzeit entscheiden können.



So das war's für heute wieder.
Bis demnächst
Markus










Donnerstag, 18. Oktober 2012

Worldwide Photowalk - Nachlese

Hallo liebe Leser,

heute gibt es eine kleine Nachlese des Worldwide Photowalk, welcher am Samstag den 13. Oktober stattfand. Hier kann man sich nochmals kurz informieren.

Bis kurz vor Beginn des Photowalks waren wir lediglich meine Wenigkeit eingeschlossen sieben Personen. Doch am Samstag kurz vor dem Walk haben sich noch drei weiter Teilnehmer angemeldet, so dass wir letztendlich zu zehnt durch die Stadt ziehen konnten. Nun eigentlich war der Walk eine Ersatzveranstaltung zu unserem Stammtisch im Oktober. Das führte natürlich dazu, dass die meisten Teilnehmer auch schon mal beim Stammtisch dabei waren.
Mit Marc und Ernst hatten sich jedoch zwei Teilnehmer angemeldet, die bislang die Blosn noch nicht kannten.

Die Strecke sollte dabei durch die südliche Altstadt führen. Angefangen am Haidplatz, durch die zugeparkte Krebsgasse, die Gesandtenstraße querend zu Ölberg, durch die Silberne Fischgasse vorbei am Schumacher Eckert, durch das malerische Grüne Gässchen, Richtung Emmeramsplatz. Hier konnten sich die Fotografen am Portal sowie an der Kirche austoben, fotografisch natürlich.

Nachdem wieder alle Teilnehmer eingesammelt wurden, ging es weiter durch die Obere  Bachgasse, durch die Blaue Stern Gasse, Pfarrergasse, und Straußgasse Richtung Weißbräuhaus.
Zugegeben die Versuchung war recht groß hier bereits eine kurze Pause einzulegen, doch wir konnten alle widerstehen. Leider mussten wir feststellen, dass wir bereits zu diesem Zeitpunkt mit Verlusten zu kämpfen hatten. So gingen uns Ingo und Andreas verloren. Nach einem kurzen Telefonat konnten wir zumindest Andreas an der Dombauhütte wieder in in unserem Kreis begrüßen. Ingo war hier weiterhin verschollen. Gerüchten zu Folge, wählte er den vorzeitigen weg zum Ziel-Wirtshaus am Neupfarrplatz. So etwas nennt sich wohl Kollateralschaden.

Der Dom bietet natürlich ebenfalls jede Menge Motive und verscheidene Perspektiven zum Fotografieren, was zur Folge hatte, dass wir erst nach über 15 Minuten den Domplatz durch den Domgarten, vorbei an der ältesten Kirche Regensburg (Niedermünster) Richtung Donau verließen. Am Marc Aurel Ufer angekommen, sollte der Weg eigentlich weiter über die Eiserne Brücke nach Stadtamhof gehen. Ein Blick auf die Uhr hat diesem Plan jedoch sofort eine Absage erteilt. Wir hatten nur noch eine halbe Stunde Zeit und die Mägen der Teilnehmer waren leer. Das schlimmste jedoch war der Durscht. Deswegen entscheiden wir uns langsam zum Hacker Pschorr Wirtshaus zu gehen, nicht ohne jedoch die Wurstkuchl samt Blick auf die Steinerne Brücke auszulassen. Aber auch hier sind einige schon dem Knurren des Magen schneller Richtung Wirtshaus gefolgt.

Die letzten Meter führten uns wieder durch enge Gassen zum Neupfarrplatz und dann war es nach etwas mehr als zwei Stunden geschafft. Leider ließ die Zeit es nicht zu, dass wir bis nach Stadtamhof gehen, aber dennoch denke ich, dass es ein interessantes Event war. Die Route bin ich einigen Tage vor dem Walk abgelaufen um zu sehen, ob der Zeitrahmen von zwei Stunden in das Streckenprofil passt. Ja...hm...so kann man sich täuschen.

Nach dem gemütlichen Beisammensitzen und Essen ging der harte Kern der Blosn um Jürgen, Jürgen Andreas und Kuki noch in unsere Stammkneipe, die Hausbar.

Auf die Bilder bin ich schon gespannt.

An dieser Stelle sein noch an die Deadline für das Einstellen eines Bildes erinnert. Jeder Teilnehmer darf bis zum 22. Oktober 2012 sein bestes Bild, welches während des Walks entstanden ist, auf der Seite des Regensburger Walks hochladen. Als Photowalk-Leader habe ich dann eine Woche Zeit ein Bild auszuwählen, welches in einen weltweiten Bilderpool kommt. Aus diesem Pool wählt dann ein Jury um Scott Kelby den Sieger, den Grand Prize Winner.

So das war's für heute wieder. Diesmal ohne ein Bild, was einen bestimmten Grund hat. Als Photowalk-Leader darf ich nicht am Wettbewerb teilnehmen und ich möchte die eingereichten Bilder mit meinen Ergüssen nicht beeinflussen.

PS:  Wie ich von Ernst erfahren habe, so gab es in Nürnberg keinen Photowalk. Insofern können wir auf Regensburg durchaus stolz sein.





Donnerstag, 11. Oktober 2012

Unterwegs mit der Foto Blosn - Aus der Froschperspektive

Hallo liebe Leser,

heute gibt es wieder einen Beitrag mit und von der Blosn, denn auch im September fand unser allseits beliebtes gemeinsames Fotografieren mit anschließendem Stammtisch statt. Das Thema diesmal lautete "Aus der Froschperspektive". Was heißt das? Ganz klar Hose dreckig machen. Ich glaube Martin hatte sogar Kacke an der Hose kleben....das nenne ich Einsatz. Ziel war es ein Foto aufzunehmen, welche aus Bodennähe entstanden ist, heißt also bücken, sofern man kein Klappdisplay hat.
Was das Objektiv für solche Aufgaben betrifft, würde ich sagen, dass ein Weitwinkel vorteilhaft ist. Hier sei jedoch angemerkt, dass diese Aussage meinerseits natürlich ein wenig eingefärbt ist, denn das Sigma 8-16 gehört zu meinen drei Lieblingsobjektiven.

So lange Rede kurzer Sinn. Zu den Klassikern bezüglich Froschperspektive gehört einfach die Kamera ins hohe Gras zu legen.

Im Gras
Die überdimensionalen Grashalme und Blüten lassen erkennen, dass die Kamera dem Boden sehr nahe war.
Einzige Schwierigkeit ist hierbei auf etwas sinnvolles scharfzustellen, besonders dann, wenn man nicht durch den Sucher sehen kann. Einfach ausprobieren und mehrere Versuche starten.

Um ein solches Thema anzugehen, stellt man sich die Frage, wo lebt ein Frosch? Die Generation Facebook würde jetzt Tante Wiki fragen. Ich gebe mal einen Tipp. Viele Froscharten suchen Gewässer auf, also Teiche, Tümpel oder langsam fließende Flüsse.
Und so sähe er wohl seine Umwelt, wenn er an den Ufern der Donau leben würde.

Schiffe

Bei diesem Foto wurde die Kamera zum Teil in die Donau getaucht, denn eigentlich wollte ich ein Bild machen, bei dem die untere Hälfte unter Wasser ist und die obere Hälfte die Schiffe zeigt. Die Donau ist aber für derartige Aufnahmen nicht geeignet, da sie ziemlich dreckig ist.

Manchmal wagt sich so ein Frosch schon an Land, jedoch lebt er dort sehr gefährlich. So mag das wohl aussehen, bevor man zertreten wird.

Der letzte Moment

Hier kam einfach der Selbstauslöser zum Einsatz.

So ich hoffe, dass ich euch wieder auf ein Paar Ideen bringen konnte. Mehr Bilder zur Froschperspektive der Blosn gibt es hier.

Das war's wieder für heute, bis zum nächsten Mal.

Euer Markus






Donnerstag, 20. September 2012

Worldwide Photowalk

Liebe Leser,

heute ein etwas anderer Beitrag. Bitte merkt euch schon mal den 13. Oktober vor. An diesem Tag findet der Scott Kelby's Worldwide Photowalk statt. Mehr allgemeine Information gibt's beim Klick auf den Link.

Der Photowalk in Regensburg startet um 15.00Uhr, Treffpunkt ist um halb drei beim Brunnen am Haidplatz. Mehr Infos hier.

Zwei Stunden ziehen wir durch die Altstadt, durch die engen Gassen, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten. Nach dem Photowalk gibt es ein gemütliches Einkehren in einer Kneipe. Wer möchte, kann sich dazugesellen. Die Kneipe wird voraussichtlich der Spitalkeller in der Alten Nürnberger Straße sein, da hier auch mehrere Personen Platz finden.

Das Thema des Photowalks ist "Der ungewöhnliche Blick auf/von Regensburg", ist aber kein Muß.

Nach dem Photowalk werden die besten Bilder prämiert. Dazu werden die Bilder auf einen Server geladen, wofür eine Registrierung notwendig ist. Aber auch hier gilt, alles freiwillig.

Ich freue mich auf eine rege Teilnahme.

Gruß Markus

Mittwoch, 19. September 2012

Unterwegs mit der Foto Blosn - Bokeh

Hallo liebe Leser,

hier melde ich mich mal wieder mit einem Beitrag über die Foto Blosn.
Im August war unser Thema zum gemeinsamen Fotografieren Bokeh. Der erfahrene Fotograf kann sich sicher unter diesem Begriff etwas vorstellen, ein Neuling womöglich nicht.
Bokeh ist die Beschreibung der Güte des unscharfen Bereichs eines Bildes, sowohl im Vordergrund als auch im Hintergrund. Man kann sich das am einfachsten an hellen Lichterquellen im Hintergrund vorstellen. Dabei werden diese Lichter von Laternen, Scheinwerfern, Fenstern usw. als kreisförmige Scheiben dargestellt. Im Idealfall sind diese Scheiben perfekt rund mit einer weichen Kante.

Naturgemäß erreicht man mit einer großen Blende, also kleiner Blendenzahl, ein weicheres Bokeh. Eine ungerade Anzahl an Lamellen sorgt ebefalls für ein harmonischere Unschärfekreise und verhindert z.B ein sog. Stoppschild bei "nur" sechs Lamellen.

Doch nicht nur eine große Blende erhöht in der Regel die Qualität des Bokehs. Auch die geometrische Form der Blendenlamellen spielt eine nicht unwesentliche Rolle bei der Qualität des Bokehs. Mittlerweile verfügen zahlreiche neue Objektive wie das Pentax DA 50 1.8 über gerundete Lamellen. Das führt dazu, dass die Blendenöffnung bei allen Größen nahezu kreisförmig ist.
Hier ein Bild, gemacht mit dem Pentax DA 50 1.8 bei Blende f2.5.

Schlösser
Wie man oben sieht, ist eine große Blende für ein harmonisches Bokeh förderlich. Doch hat man ein lichtschwaches Objektiv, oder möchte man der Bildqualität wegen abblenden, so kann man trotzdem ein schönes weiches Bokeh durch Freistellen erreichen. Man muss dazu nur sehr nah an das Objekt gehen. Die Schärfebenene wird nämlich nicht nur durch die Blende, sondern auch noch durch den Motivabstand, Brennweite und Sensorgröße beeinflusst. Zu den letzteren zwei Einflussfaktoren komme ich später.

Bei diesem Bild bin ich beinahe an die Naheinstellgrenze gegangen. Diese ist beim Macroobjektiv Tamron 90mm f2.8 ca. 30cm, von der Sensorebene her gesehen.

Kette

Wie man sieht, ist auch hier das Bokeh sehr homogen,die Kanten der Unschärfekreise sind weich. Ich sehe diese sogar noch weicher an, als das des Pentax DA 50. Dies verwundert nicht, denn Macroobjektive liefern meist ein sehr schönes Bokeh. Beim Tamron liegt das wohl an den neun Blendenlamellen.

Wie ich weiter oben erwähnte, spielt auch die Brennweite und die Sensorgröße eine Rolle bei der Schärfentiefe, also letztendlich auch beim Bokeh. Wie das physikalisch zusammenhängt, würde an dieser Stelle zu weit führen. Kurz zusammengefasst, je kleiner der Motivabstand, je größer die Blende, je größer die Brennweite und je größer der Sensor, umso kleiner die Schärfeebene und somit auch potentiell weicheres Bokeh. Aber die Qualität hängt ja wie oben erwähnt noch von anderen Dingen ab.

Unter http://www.flickr.com/groups/regensburger_foto_blosn/discuss/72157631270928524/
können weitere Bilder der Blosn Mitglieder zum Thema begutachtet werden.

Da Martins Kamera zum Stammtischtermin im Service war, hatte er das Vergnügen mit der Pentax K200D und dem FA 50 1.4 zu fotografieren. Und ich muss sagen, die Bilder gefallen mir besser als diejenigen, die er mit seiner Sony macht ;)


So Freunde, das war's wieder. Der nächste Stammtisch steht vor der Tür und davon wird es zum Thema Froschperspektive auch einen Bericht geben.

Euer Markus



Donnerstag, 23. August 2012

Kroatien - Teil 2 - Insel Pag

Hallo liebe Leser,

hier melde ich mich wieder mit dem zweiten Teil des Kroatienurlaubs. Beim letzten Mal waren wir in der Stadt Pag und heute möchte ich etwas über die gleichnamige Insel erzählen.
Die Insel ist etwa 60km lang und zwischen sechs und zehn Kilometer breit, ein enger Schlauch also. Wenn man die Insel betritt, egal ob mit dem Auto vom Süden kommend oder mit der Fähre aus dem Norden, so glaubt man zunächst eine Art Mondlandschaft vor sich zu haben.

Winnetous Heimat

Interessanter weise ist die dem Festland zugewandte Seite der Berge sehr kahl und nur mit niedrigen Bodendeckern bewachsen. Dies ändert sich schlagartig, wenn man auf die Meerseite fährt. Plötzlich wachsen mannhohe Sträucher und Bäume aus dem felsigen Boden.

Vorbei an der Partymeile Novaljas führt eine einzige Straße in Richtung Norden der Insel Pag. Dabei kommt man zur kleinen Ortschaft, besser Siedlung Lun. Die Olivenbäume um Lun sind wohl in ganz Kroatien bekannt. Nun vielleicht sind es nicht die Bäumchen, sondern die Landschaft in der sie wachsen. Aber was sage ich. Hier ein Bild, welches alles zeigt.

Olivenbäume von Lun
Man fragt sich unweigerlich, wie schaffen es die Bäume zwischen diesen Felsen und derartigem Geröll Halt zu fassen. Anscheinend finden die Bäume dennoch genug Erde und Nähstoffe um in dieser äußerlich kargen Landschaft gut gedeihen zu können.

Olivenbaum

Bei Lun konnten wir anschließend ein Sprung ins kühle Nass wagen. Zu dieser Jahreszeit, Ende Mai, war das Wasser aber noch recht frisch. Ich denke die 20°C Marke wurde noch lange nicht erreicht. Dennoch ließ ich mir das Baden nicht entgehen. Der Felsenstrand war natürlich absolut menschenleer.

Auf dem Heimweg haben wir noch einen kurzen halt an einer Felsformation gemacht um den Ausblick zu genießen, den Blick auf Pag wie im ersten Teil bereits gezeigt. Wir hatten jedoch skeptische Beobachter.


Neugierige Blicke

Der Bock tauchte mit seiner Herde plötzlich auf. Als er jedoch realisierte, dass wir wohl kein Futter für ihn haben, ist er samt Anhang hinter den Felsen verschwunden. Ich finde die Ziegen fallen ohnehin aufgrund ihres Fells in der Felslandschaft nicht auf. Das Auftreten, wohl auch der Hörner ist dagegen sehr imposant.

So liebe Freunde, das war wieder ein Teil aus Kroatien.
Ob der nächste Post wieder Kroatien oder die Blosn behandelt, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall werde ich auch ein sehr technisches Thema demnächste einstellen. Ich habe im Moment die Möglichkeit drei Pentax Objektive mit 50mm Brennweite zu testen, nämlich das FA 50 1.4, das M 50 1.7 und das brandneue DA 50 1.8.

Gruß Markus









Montag, 6. August 2012

Unterwegs mit der Foto Blosn - Technik im Detail

Hallo liebe Leser,

heute schreibe ich mal wieder einen Beitrag über das gemeinsame Fotografieren mit der Regensburger Foto Blosn. Beim letzten Thema Mitzieher im Juni war ich leider nicht mit von der Partie und deswegen habe ich dazu auch keinen Beitrag geschrieben.

Das Thema lautete diesmal Technik im Detail. Treffpunkt war wie so oft am Neupfarrplatz. Man fragt sich jetzt sicher, welche technischen Details man in der Stadt fotografieren kann. Die Frage konnte an diesem 22. Juli recht einfach beantwortet werden, nämlich Oldtimer. An diesem Wochenende fand in Regensburg die 9. Classic Rally statt und am Domplatz wurden am Samstag die teilnehmende Fahrzeuge dem interessierten Publikum präsentiert.
Was bedeutet es eigentlich Technik im Detail abzulichten? Nun klar kann man sich auf Details konzentrieren und diesem aus extremer Nähe, also ein Makro, aufnehmen. das ist aber keineswegs ein Muss.

Leider war das Wetter an diesem Samstag nicht wirklich eines Juli-Samstags würdig. Regen und kaum mehr als 20°C ist auch nicht unbedingt das Wunschwetter für die Oldtimerbesitzer.
Zum Glück hatte ich eine Regenjacke dabei, so dass mich der Regen nicht wirklich störte. Auf die K5 habe ich das abgedichtete 18-55 WR geschraubt und schon konnte es losgehen, die K5 ist ja abgedichtet. Da man natürlich die Wassertropfen nicht einfach von den Autos wegwischen kann, habe ich versucht das Wasser in die Bilder einzubinden.

So interessant kann ein schnöder Autoreifen aus der Nähe aussehen.
Feuchter Gummi
Kein Hochleistungsregenreifen, eher ein alter Schlappen eines 36`Maybachs, aber das Profil in Verbindung mit den Wassertröpfchen sieht sehr grafisch aus.

Neben Gummi gab's natürlich auch noch reichlich Blech zu sehen, und natürlich die klassischen Elemente einer vergangenen Automobilbau-Ära.

Echter Rückspiegel

Einen solchen Rückspiegel aus Chrom bekommt man heute nicht mehr zu Gesicht. Der moderne Automobilbau setzt hier gänzlich auf Kunststoff. Schade, denn Chrom hat wesentlich mehr Charakter als ein Plastikbomber.

Hier noch ein Detail in roter Umgebung.

Rotes Meer

Da ein bewölkter Himmel natürlich keine strahlende Farben und keine hohen Kontraste produziert, muss man mittels EBV etwas eingreifen. Sättigung und Kontraste muss man schon gut aufdrehen, aber ich denke es lohnt sich.


Einige weitere Bilder der Blos'n Mitglieder sind hier zu bewundern
http://www.flickr.com/groups/regensburger_foto_blosn/discuss/72157630497814802/


So liebe Leser das war's für heute auch schon wieder. Ja es war kurz, aber ich finde ein zu langer Text kann den Leser auch langweilen. Beim nächsten Mal geht weiter mit Kroatien.


Bis demnächst....
Markus









Samstag, 28. Juli 2012

Kroatien - Teil 1 - Stadt Pag

So liebe Leser,

hier melde ich mich wieder mit einem neuen Beitrag. Diesmal starte ich die Reihe unseres Kroatienurlaubs.
Unser Hotel befand sich in dem kleinen Örtchen Pag, welches auf der gleichnamigen Insel an der Küste Dalmatiens liegt. Der Insel widme ich einen eigenen Beitrag. Heute soll es um den kleinen Ort gehen.

Dieser kleine Ort liegt am östlichen Ende der Pager Bucht. Einen kleinen Eindruck über die Größe des Ortes gibt das folgende Bild aus der Vogelperspektive, na ja fast. Das Bild wurde von einem der umliegenden Berge aufgenommen. In der Mitte sieht man den historischen Altstadtkern.

Pag
Das Bild habe ich mit dem Sigma 70-200 f2.8 aufgenommen. Das Objektiv zeigt an der K5 sein Potential, trotz "nur" 16MP der Pentax. In der 100% Ansicht kann man in den Cafés an der Brücke problemlos die Gäste sitzen sehen, und das bei gut 2km Distanz.


Verlassen
 Die autofreie Altstadt lädt förmlich ein durch die Gassen zu schlendern. Dabei ist der Aufbau des Kerns durchaus bemerkenswert. Eine größere Straße verläuft von Ost nach West. In der Mitte befindet sich der Hauptplatz, der Abends den Mittelpunkt des Pager Lebens darstellt. Hier spielen Kinder Fußball, während die Eltern einen Plausch abhalten. Die restlichen Gassen sind alle senkrecht zu dieser Straße angeordnet und verlaufen demzufolge von Nord nach Süd. Zwischen den Nord-Süd Gassen gibt es nur wenige Querverbindungen.

Wie man auf dem Bild sehen kann, ist hier nicht mehr viel vom feinen Pflaster zu sehen. Dennoch haben diese Gassen ihren Charme.

Der Besucher entdeckt einsame
Stühle, behängte Wäscheleinen und immer wieder kleine Auslagen mit der berühmten Pager Spitze.






Man fällt mit einer großen Kamera durchaus auf, besonders dann wenn man auch noch außerhalb der Hauptsaison und mit einem 200er f2.8 Teleobjektiv unterwegs ist. Da wird man schon mal kritisch von den Einheimischen beäugt.

Mama
Man kann förmlich die Gedanken der Mama lesen:"Was macht der denn da? Warum und was fotografiert der? Bin ich auch auf dem Bild? "

Wirft man von Zeit zu Zeit auch mal den fotografischen Blick gen Himmel, so kann man so manches Kunstwerke erblicken, das man so nicht vermutet hätte. Oder wer traut einem Elektriker schon ein solche geordnetes Chaos zu.

Elektrokunst
Bei einem derartigen Anblick stellt es mir als Elektroingenieur förmlich die Haare auf. Aber so ist das halt in Südeuropa, fernab von DIN Normen und es funktioniert, was natürlich die Hauptsache ist.

Ich hätte noch zig Bilder aus den Straßen und Gassen von Pag, aber dann wird das hier eine unendliche Geschichte. Zum Schluss möchte ich noch ein Bild zeigen, das für mich eine Hinterhofidylle, wie man sie häufig findet, zeigt.


Hinterhofidyll
So das war's auch schon wieder für heute. Im Übrigen die Bilder sind alle mit dem Sigma 8-16 und dem Sigma 70-200 entstanden. Ein klasse Kombination für den Urlaub. Klar das 70-200 ist schon ein Brocken aber es macht auch Spaß.

Im nächsten teil werde ich mich mit der Insel Pag, speziell mit der bizarren Landschaft befassen.

Bis demnächst

Markus


















Sonntag, 8. Juli 2012

Ein Wochenende in Prag - Teil 3

Leute wie die Zeit vergeht...
Jetzt sind es fast schon zwei Wochen seit dem letzten Beitrag hier. Aber dafür habe ich mich jetzt durch die Flut von über 700 Bildern aus dem Kroatienurlaub durchgekämpft. Übriggeblieben sind jetzt etwa 350.

So jetzt kommen wir aber zu etwas ganz Anderem...Prag. Beim letzten mal habe ich versprochen, dass ich was von der Prager Burg erzähle. Wie auf den Bildern vom Teil zwei zu sehen ist, sollte sich das Wetter verschlechtern. Als wir auf der Burg angekommen sind und ich diese prächtige St.Veits Kathedrale sah, war ich ein wenig über den bewölkten Himmel enttäuscht. Doch wie sich später herausstellte, war diese Stimmung absolut passend. Was ich damit meine zeigt das folgende Bild.

St. Veits Dom - Ostseite
Aus dieser Weitwinkelaufnahme sieht der Dom gar nicht so mächtig aus, ist aber deutlich größer als z.B der Regensburger Dom. Bei diesem Bild habe ich gezielt auf den Himmel belichtet, damit hier keine ausgefressenen, hellen stellen auftreten. Diesen dramatischen Himmel wollte ich unbedingt festhalten. In Lightroom habe ich dann die Tiefen nach meinem Geschmack aufgehellt. Diese Methode hat sich schon desöfteren bei Landschaftsaufnahmen u. Ä. bewährt. Sie ist allerdings mit etwas Vorsicht zu genießen. Zum Einen hellt man damit häufig das Rauschen in den Schatten auf, zum Anderen bekommt man schnell hässliche Halos an den Kontrastkanten.
Das erste  Problem ist bei ISO 100 oder ISO 80 kein Thema, sollte aber ab ISO 400 im Auge behalten werden. Das zweite Problem tritt in LR4 nicht mehr so drastisch auf wie noch bei den früheren Versionen.

Mir gefällt der dramatische Himmel mit dieser faszinierenden Kathedrale. Und damit ihr diesen nicht nur von der Ostseite sehen könnt, gibt es hier ein Bild vom Westportal.

St. Veits Dom -Westportal

Man sieht, dass man auf den Hradcin auf sehr viele Touristen trifft, was bei einer Weltstadt wie Prag sicherlich kein Wunder ist, denn schließlich sind wir hier selber welche. Zudem ist hier die Bebauung sehr dicht, so dass ein Weitwinkelobjektiv fast schon Pflicht ist.

Es gibt natürlich auch Bilder vom Inneren des Doms.
St. Veits Dom Prag
St. Vetis Dom - Innenansicht
Im Dom selbst ist es verhältnismäßig hell, anders als z.B. im Regensburger Dom. Für den Lichteinfall sorgen die relativ großen und farbigen Mosaikfenster, die wie nicht anders zu erwarten, biblische Motive zeigen. Allerdings scheinen manche Fenster in der jüngeren Vergangenheit renoviert worden zu sein und die Kosten hierfür wurden von verschiedenen Banken und Versicherungen übernommen. Wie anders könnte man sich so manchen Werbeschriftzug in einigen Fenstern erklären.

Neben dem Dom ist natürlich auch noch das goldene Gässchen einen Besuch wert. Diese winzigen Häuser boten den zahlreichen Handwerkern und Bediensteten eine Unterkunft. In vielen Häusern kann man die Werkstätten der Handwerker besichtigen.
Goldenes Gässchen
Mann kann sich gut vorstellen, dass die Besuchermassen hier entsprechend sind. Deswegen habe ich bei diesem Bild die Köpfe der Menschen weggelassen und nur die Fassade von oberhalb der Eingangstüren fotografiert.

Nachdem wir den Hradcin verlassen haben, wollten wir noch einen Abstecher zur Karlsbrücke machen. Allerdings hat uns eine heftige Regenfront eine Strich durch die Rechnung gemacht. Im Nachhinein bin ich da gar nicht so unglücklich, denn die Brücke ist tagsüber sehr voll. Es empfiehlt sich die Brücke in den frühen Morgenstunden aufzusuchen, zu einem Zeitpunkt also, wo noch nichteinmal die unzähligen Verkaufsstände aufgebaut sind. Dies muss ich aber bei nächsten Pragbesuch nachholen.

So das war's wieder für heute und von Prag.

Demnächst gibt es einen Mehrteiler über unseren Urlaub an der dalmatinischen Küste Kroatiens.

Markus





Samstag, 23. Juni 2012

Ein Wochenende in Prag - Teil 2

Hallo liebe Leser,

heute geht es, wie versprochen weiter mit Prag. Nachdem ich beim letzten Mal die U-Bahn in Prag behandelt habe, gehen wir jetzt raus aus dem Untergrund, an die Oberfläche.

Ein Muss für jeden Besucher, auch wenn schon mehrfach gesehen ist der Besuch des Altstädter Rings mit dem gleichnamigen Altstädter Rathaus und seiner astronomischen Uhr(Orloj). Hier treffen sich neben der ganzen Schar an Touristen auch viele Straßenkünstler und Musiker.

Straßenmusiker in Prag
Nördlich des Altstädter Rings ist befindet sich das Judenviertel, Jozefov. Vom einstigen Ghetto ist heute nicht mehr viel übrig. Die Hauptflaniermeile, bzw. Einkaufsstraße beginnt gleich rechts neben der Nikolauskirche auf dem Bild oben. Vor den zahlreichen Edelboutiquen einschlägiger Modelabels säumen die Pariser Straße(Parízská) Luxuskarossen jenseits der 80 000€ Marke. Natürlich sind solche Fahrzeuge für den einen oder anderen interessant, für mich waren sie es nicht, zumindest nicht fotografisch.
Jozefov
Schon weitaus spannender sind die alten Herrenhäuser, die das Straßenbild prägen. Man muss nur den Blick nach oben wagen.

Die eigentliche Hauptattraktion in Jozefov ist der alte jüdische Friedhof. Hier wurden im Laufe der Jahrhunderte die Toten in mehreren Schichte bestattet. Man geht davon aus, dass es mindestens zwölf Gräberschichten gibt. Leider war der Friedhof wegen Renovierungsarbeiten zum Zeitpunkt unseres Besuchs geschlossen. Ich frage mich ledicglich was da genau renoviert wird? Die Gräber?













Folgt man der Pariser Straße nordwärts Richtung Moldau, erreicht an in wenigen Minuten die Cech's Brücke (Cechuv Most). Dieser Brücke ist architektonisch völlig unspektakulär, jedoch der Ausblick auf das Westufer der Moldau ist es keineswegs.

Hradcín
Das Bild zeigt die Prager Burg, den Hradcín vor einer aufkommenden Gewitterfront. Was es auf dem Hradcin zu sehen gibt, erfährt ihr im dritten Teil.

An dieser Stelle möchte ich noch ein Bild zeigen, welches ich vor einem Schaufenster in Jozefov aufgenommen habe. Die Spiegelung in der Scheibe verhindert eine bessere Bildqualität.


Schach
Das Bild zeigt, wie unschwer zu erkennen, ein gewöhnliches Schachpiel. Die Figuren sind jedoch alles andere als gewöhnlich. Die Bauernfiguren zeigen jeweils acht US-Präsidenten und acht Präsidenten der UdSSR, bzw. Russlands. Bei genauem Hinsehen kann man sogar einige Präsidenten erkennen. Barack Obama z.B. dürfte nicht all zu schwer sein. Wer kennt sie Alle?. Auf meinem Flickr Stream ist das Bild in größerer Auflösung zu sehen.

So das war's wieder für heute. Der dritte Teil wird den Hradcin zeigen.

Bis demnächst.....


Markus

Freitag, 15. Juni 2012

Ein Wochenende in Prag - Teil 1 - Die U-Bahn

Hallo liebe Leser,

heute gibt es endlich den ersten Teil von unserem Wochenende in der tschechischen Hauptstadt Prag.
Mitte Mai hat es mich und meine Freundin für ein Wochenende dorthin verschlagen. Wer jetzt fragt, warum nach Prag...nein man fragt lieber nicht. Die Goldene Stadt, die Stadt der 100 Türme muss man einfach gesehen haben. Natürlich ist das meine persönliche Meinung, aber ich gehe einfach mal von einem gewissen Kulturinteresse aus.
Für mich war das nicht der erste Besuch in Prag. Das letzte mal war glaube ich im Jahre 2005

Heute lassen wir die Kultur allerdings etwas links liegen. Als Einstieg, zugegeben etwas ungewöhnlich, wähle ich die Prager Ubahn, auch Metro genannt.
Das Streckennetz ist weit nicht so ausgebaut wie z.B. die Ubahn in München. Es gibt drei Linien, nämlich A, B und C. Alle drei Linien queren die Moldau, unterirdisch natürlich. Der Fahrpreis ist mit 21Kronen, also etwa 0,80€ für das Kurzzeitticket (30min) ausgesprochen günstig. Hier empfiehlt sich aber immer Kleingeld in der Tasche zu haben, denn die Automaten nehmen keine Geldscheine an.

Die Rolltreppen sind meist sehr lang und auch sehr sehr schnell. Wenn es in Deutschland eine Norm bezüglich der maximalen Rolltreppengeschwindigkeit gibt, dann wird diese von den prager Rolltreppen sicher nicht eingehalten.

Der Tunnel
























So sehen die meisten Rolltreppentunnel in Prag aus, recht unspektakulär und farblos. Deswegen habe ich diese Aufnahme in SW umgewandelt. Ich finde das verleiht ihr mehr Dramatik.
Und weil wir schon bei den schnellen Treppen sind...da kommen mir immer solche Ideen wir hier.

Traktorstrahl
Ja schon wieder in SW, wird so mancher jetzt sagen. Das war hier aber definitiv die bessere Wahl. Die bunten Kleider und das Mischlicht sehen nicht wirklich einladend aus. Ferner bekommt man durch die Langzeitbelichtung wiederum einiges an Dynamik rein.

Bei den Bahnsteigen angekommen eröffnet sich dem Fahrgast dann doch eine gewisse Farbenpracht. Viele der Stationen sind mit konvexen und konkaven Metallfliesen ausgekleidet. Die Farbgebung ist dabei von Bahnhof zu Bahnhof unterschiedlich. Das sieht zuweilen sehr grafisch aus, wie das folgende Bild beweist.
Hradcanská

Wobei für mich bei diesem Bild die Ersatzfliesen in blau und grün das i-Tüpfelchen sind. Sie durchbrechen die Strenge an Farben. Anscheinend sind die Originalfliesen aus den 70ern nicht mehr verfügbar. Schade oder auch nicht.







Für Langzeitbelichtungen ist eine UBahn-Station bestens geeignet. Aufpassen sollte man aber bei der Verwendung von Stativen. So braucht man z.B. in München eine Foto-Genehmigung um mit Stativ in den UBahn-Stationen fotografieren zu dürfen. Außerdem darf man den Betriebsablauf nicht behindern, sprich in der Rush-Hour ist ein Stativ trotz Genehmigung  nicht zu empfehlen.

Hier ein Bild, welches mein persönlicher Favorit der UBahn-Serie ist.

Vorbeifahrt
Übrigens ist dieses Bild auch bei der Ausstellung im Haus des Guten Hirten in Ettmannsdorf zu sehen--> Die Regensburger Foto Blos'n stellt aus.
Leider ist dieses Bild bei ISO1250 entstanden, da ich vorher diese Einstellung benötigt habe. Im Eifer des Gefechts habe ich vergessen die Basis-ISO wieder einzustellen.


Wer noch mehr Bilder aus dem prager Untergrund sehen will, der ist herzlich eingeladen mein Prag-Album auf Flickr zu besuchen.

So das war's wieder für heute. Der nächste Teil beinhaltet dann Bilder die man eher aus Prag kennt.

Markus



Mittwoch, 6. Juni 2012

Die Regensburger Foto Blos'n stellt aus

Ja lange ist es her liebe Leser, aber jetzt bin ich wieder zurück aus dem Urlaub in Kroatien.

Heute wird es ein Post ohne Bilder, dafür mit mehr Informationen.

Wie der Titel schon sagt, stellt die Blos'n Bilder aus, genauer gesagt sechs Mitglieder. Die Ausstellung findet im Haus des Guten Hirten in Schwandorf --> http://www.hdgh.de/

In den Tagungsräumen stellen wir insgesamt 24 Bilder zu den Themen Langzeitbelichtung, Unschärfe als Motiv, Architektur sowie Landschaft und Natur bis Ende Juli aus. Darüber hinaus haben wir ein Sonderthema, welches den Betrachter zum Schmunzeln bringen soll. Hierzu werden vier Bilder gezeigt. Mit diesen Themen präsentieren wir uns recht passend, denn die ersten drei genannten waren Themen beim monatlichen Stammtisch.
Da ich nicht der Urheber dieser Bilder bin, darf ich leider die tollen Werke hier auch nicht zeigen.

Neben meiner Wenigkeit sind die weiteren teilnehmenden Fotografen Siegfried Klinger, Jürgen Krall, Martin Kukielka, Andreas Link und Thomas Müller.

Am 23. Juni 2012 findet in Haus des Guten Hirten ein Tag der offenen Tür statt. Die Blos'n plant den monatlichen Stammtisch Vorort zu verbringen und evtl. auch das gemeinsame Shooting dort abzuhalten.

So das war's schon wieder...jetzt muss ich mich wieder den Bildern von Prag sowie von Kroatien widmen. Prag wird mindesten ein Dreiteiler und Kroatien erst...ich sage nur 16GB an Bildern.

Bis demnächst...


Markus



PS: OK damit das hier nicht so eintönig ist, hier doch noch ein Bild, welches auf Wunsch der Einrichtungsleitung ausgestellt wird. Diese darf ich zeigen, denn es gehört mir.

Hundefratzen





Mittwoch, 23. Mai 2012

Unterwegs mit der Foto Blos'n - Bauwerksinterpretation

So liebe Freunde der Blosn. Heute gibt es einen kleinen Bericht über unseren Stammtisch am 21. April 2012.
Ja ich weiß, dass das schon gut einen Monat her ist. Es gab dazwischen einiges zu erzählen, wie z.B Kvilda. Und Prag wird auch noch kommen.
Dieser Post wird wohl nur ein Einteiler, denn das Thema Bauwerksinterpretation ist zwar recht ergiebig, aber es geht letztendlich nur um ein Objekt.

Beim Thema Bauwerkinterpretation wurden im Vorfeld einige interessante Gebäude in Regensburg ausgewählt und dann am Satmmtischtag jeweils ein Bauwerk zwei Fotografen zugelost. Die Bauwerke, die zu bearbeiten waren sind:

-Parkhaus am Dachauplatz
-Mode TkMaxx
-Galeria Kaufhof
-Finanzamt Regensburg

Wie man sieht, haben wir nicht die klassischen Postkartenmotive wie Dom, Steinerne Brücke oder eine der zahlreichen Kirchen gewählt. Das war auch gewollt, denn so musste sich der Fotograf mit eher ungewöhnlichen Objekten befassen.

536
Mir wurde das Parkhaus am Dachauplatz zugelost. Ich muss sagen, dass ich mit diesem Los sehr zufrieden war, denn in meinen Augen bietet dieses Gebäude eine große Anzahl an Motiven.

Ich arbeitete mich dabei vom obersten Parkdeck langsam in den Keller vor.
Dabei war es mir wichtig neben all den Details auch ein wenig die Umgebung des Parkhauses mit einzubeziehen. Schließlich ist dieser moderne Bau inmitten zahlreicher Baudenkmäler.











Die Tatsache, dass der Dachauplatz ein zentraler Verkehrsknotenpunkt vorallem für Busse ist sollte das folgende Bild zeigen. Es hat mich eine gute halbe Stunde und mehrere Busse gekostet, bis das Bild zu meiner Zufriedenheit entstanden ist. Entweder standen Personen direkt vor der Linse, oder ich war zu spät am Auslöser.
Busse

Ein weiteres Bild, das zwar nicht wirklich viel vom Parkhaus erkennen lässt, welches aber dennoch ein wesentliches Merkmal des Baus zeigt. Durch den, ich sage mal Hasendraht, welcher nahezu die gesamte Fassade ziert kann man so manch interessante Blick erhaschen. Auch wenn viele hierbei von einem Colorkey sprechen, glaube ich, dass es Keines ist. Ein Colorkey ist in meinen Augen ein SW-Bild, bei dem ein Element mit nur einer Farbe eingefärbt wurde. Hier sehe ich mehrere Elemente und auch mehr als nur eine Farbe, nämlich mindestens drei.

Hasendraht
Eigentlich war's das jetzt schon mit der Bauwerksinterpretation. Ich sagte ja es wird ein Einteiler und ich will den Leser nicht unnötig quälen. Jedoch möchte ich noch ein Bild zeigen, weil es mir persönlich sehr gut gefällt. Es ist die Perspektive und diese Tiefe.
Zum meiner Überraschung muss ich feststellen, dass diese Bilder fast ausschließlich wieder mit dem Sigma 8-16mm entstanden sind, wie so oft.
Unerwartete Wendung


So mit diesem Bild möchte ich mich verabschieden. Beim nächsten Mal ist dann Prag dran und das wird bestimmt kein Einteiler.



Bis demnächst...

Markus






Sonntag, 13. Mai 2012

Ausflug nach Kvilda - Teil 4

Hallo liebe Leser,

hier folgt nun der vierte und letzte Teil unseres Besuches im Böhmerwald, genauer gesagt in Kvilda.

Nachdem wir den Fluß Vydra entlang gewandert sind, wollten wir auf den Rückweg zum Hotel noch einen Abstecher zu einem der zahlreichen Hochmoore rundum Kvilda machen. Das nächstgelegene Moor  auf unserem Rückweg ist das kleine Drei Seen Moor in der Nähe der Ortschaft Modrava. Dieses Moor ist nur über einen Wanderweg von ca. 2km Länge zu erreichen. Das Auto muss man dabei in Modrava stehen lassen. Dies hätte aber in unserem Fall bedeutet, dass wir relativ spät zum Abendessen im Hotel sind. Deswegen haben wir uns  für ein anderes Hochmoor, welches relativ einfach mit dem Auto zu erreichen ist entschieden. Dieses nennt sich Chalupská Slat und liegt etwa auf halben Wege zwischen Kvilda und Borová Lada.

Vom Parkplatz erreicht man den Zugang zum Moor in wenigen Minuten und dank der Informationstafeln erfährt man auch Einiges über die Geschichte. Chalupská Slat ist mit ca. 105ha das größte Hochmoor in Böhmen.
h
Chalupská Slat


Über einen Holzsteg betritt man das Hochmoor. Während man links kaum durch die Kiefern und Birken die Landschaft sehen kann, so sieht man rechts vom Steg eine durchaus kahle Landschaft mit nur wenig Baumbewuchs. Dieser Teil des Hochmoores wurde bis in die 60er Jahre des 20. Jh. vom Torfabbau geprägt. Dementsprechend hat die Landschaft unter diesem  Raubbau gelitten. Wie man aber auf dem obigen Bild sehen kann, hat die Natur die Landschaft wieder zurückerobert.

Folgt man dem hölzernem Steg, so gelangt man nach ca. 300 Metern zum Moorsee.  Hier nisten im Uferbereich und im Schutze des Dickichts zahlreiche Vögel. Wir konnte aber nur Enten beobachten. Dass das Füttern der Tiere untersagt ist, versteht sich fast von selbst. Bei diesem Verbot geht es nicht nur um die Tatsache, dass die Tiere vom Menschen abhängig werden, sondern vielmehr um die Gefahr, dass fremde Stoffe in das Biotop gelangen und dieses zerstören.

See in Chalupská Slat

Hier und beim Bild oben habe ich die Farbe bewusst weggelassen, denn ersten war das Wetter eher trübe und zweitens finde ich, dass das eher in das triste Bild passt.

So das war's eigentlich schon aus Kvilda. Der Aufmerksame Leser sagt aber Moment! Da war doch noch was mit dem  Krankenhaus. Richtig.
Ich habe ja erwähnt, dass mein Freundin mit einer leichten Blasenentzündung angereist ist. Diese hat sich im Verlauf der Samstages bis zu Krämpfen verschlimmert. Im Hotel hat man uns gesagt, dass es im 18km entfernten Vimperk einen ärtzlichen Notdienst gibt. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass der Dienst bereits im Januar 2011 eingestellt wurde und die Versorgung jetzt vom Krankenhaus in Prachatice übernommen wurde. Anscheinend hat sich das noch nicht überall rumgesprochen. Also auf nach Prachatice. Hier fängt ein kleines Abenteuer an, fasr wie aus einem schlechten Film.
Angekommen im Krankenhaus, mussten wir erst eine Gebühr von 90 Kronen entrichten. Daraufhin wurden wir in die Chirurgische geschickt. Doch plötzlich kam die Empfangsdame und meint, wir sollten doch lieber zur Gynäkologie in den zweiten Stock. Hier mit dem Aufzug angekommen, war den Flur dunkel und leer. Wir klingelten an einer Glastür. Der Schwester habe ich dann klargemacht, dass hier eine Blasenentzündung vorliegt. Der herbeigerufene Arzt war wohl gerade erst wachgeworden. Sein Aussehen erinnerte an Josef Stalin, nur einen Kopf kleiner. Es erwies sich aber hier als besonders schwer ihm klarzumachen, was eigentlich los ist. Seine stotternden Versuche in englischer Sprache etwas in Erfahrung zu bringen sind ebenfalls gescheitert, weil man kaum was verstehen konnte.
Letztendlich bekam meine Freundin ein Antibiotikum gegen die Erreger und Zäpfchen gegen die Schmerzen. Als die Krankenschwester die Kontaktdaten wegen der Bezahlung ins Computersystem aufnehmen wollte, scheiterte sie. Sie hätten seit Freitag ein neues Computersystem und keinerlei Schulung bekommen. Nach mehreren Versuchen wurde eine alte Schreibmaschine aus dem Schrank geholt und die Daten notiert. Aber auch hier gab es mehrere Anläufe alles korrekt zu notieren. Anscheinend ist es für die tschechischen Nachbarn schwierig mit deutschen Umlauten und Straßennamen umzugehen.
Nun das Schmerzmittel hat letztendlich geholfen, den um halb zwei Nachts im Hotel angekommen, waren die Schmerzen deutlich schwächer.

Der Sonntag war verregnet und nach diesem Abenteuer hatten wir nur noch den Wunsch heimzufahren.

Dennoch, wir kommen wieder, denn Kvilda ist ein Ort der Ruhe und das Hotel Sumava Inn ist sehr zu empfehlen. Knappe 60€ pro Person und zwei Nächte ist wirklich günstig.

Bis zum nächsten Beitrag, dann wieder über die Blos'n...

Markus

Mittwoch, 9. Mai 2012

Ausflug nach Kvilda - Teil 3

Hallo liebe Leser,

der letzte Teil von Kvilda ist schon eine Weile her. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich hatte jetzt ein wenig viel um die Ohren und ein Wochenende in Prag war auch noch drin. Dazu wird es demnächst einen eigenen Beitrag geben.

Die ersten zwei Teile von Kvilda befassten sich mit unserem Ausflug in den Böhmerwald im Jahre 2011. Dieser Teil soll unseren Ausflug dorthin aus diesem Jahr kurz behandeln.

Da wir die Moldauquelle schon kennen, haben wir uns diesmal entschieden eine kleine Wanderung von ca. 15km Länge entlang des Flußes Vydra (zu deutsch Fischotter) und seinem Steinmeer zu machen.
Der Weg führt mit dem Auto von Kvilda aus in östliche Richtung in die Ortschaft Modrava. Hier biegen wir nach rechts Richtung Rokyta. Nach wenigen Kilometern durch den Wald, kommt rechterhand ein gebührenpflichtiger Parkplatz. Hier sollte man das Auto für 60 Kronen/Tag abstellen und die restlichen 200m bis zum Beginn der Wanderroute zu Fuß gehen. Die Weg entlang des Flußes Richtung Cenkova Pila, ein Sägewerk, ist ca. 7,5km lang.

Fluß Vydra

Die Route ist gleichzeitig ein Lehrpfad, der an den verschieden Stationen Information zur Entstehung der Landschaft sowie zur Flora und Fauna gibt.

Gleich zu Beginn, an der Stelle, an der eine Brücke die Vydra überspannt, lässt sich ansatzweise erahnen, welche Landschaft uns noch erwartet. Das Wasser ist typischerweise wieder braun eingefärbt. Die Vydra ist hier keineswegs ein Bach, wie in manchen Reiseführern beschrieben. Hier handelt es sich um einen ausgewachsenen Fluß mit einer starken Strömung, die alles mit sich reißt, was nicht fest ist.

Logischerweise ist es hier mit der idyllischen Ruhe des Böhmerwaldes vorbei, aber die Landschaft entschädigt dafür umso mehr.
Die Steinbrocken im Flußbett stammen aus der letzten Eiszeit und sie werden stetig vom Wasser bearbeitet.
Doch nicht nur im Wasser findet man solche tonnenschwere Felsen. Nach etwa vier Kilometern entdeckt man am Ostufer der Vydra eine riesige Felsbrockenwand von  mehreren Hundert Metern höhe. Diese sind im Gegensatz zu den Felsen verhältnismäßig scharfkantig.
Der Lehrpfad sagt, dass hier der Luchs zuhause ist, denn in dieser verwinkelten Landschaftsformation findet er genügend Verstecke. Außerdem ist die Felsenwand kaum für den Menschen erreichbar. So kann es ein, dass man gerade vom Luchs beobachtet wird, ohne es zu merken.  

Eiszeitliche Felsbrockenwand
Zugegeben, ich habe auf den Bilden in der 100% Ansicht nach dem Luchs gesucht, ohne Erfolg. Ich glaube diese Wildkatzenart ist derart scheu, dass man eher im Lotto gewinnt, als dass man sie in freier Wildbahn sieht.

Entlang der Wanderroute sind einige Rastplätze mit Holzbänke und Tischen anzutreffen, so dass man hervorragend Brotzeit machen und die Atemberauben Landschaft genießen kann. Oft wird diese Tal der Vydra als die Perle des Böhmerwaldes beschrieben. Aus diesem Grund möchte ich hier noch zwei Bilder statt vieler Worte wirken lassen.




Wir verzichteten aus gesundheitlichen Gründen darauf die komplette Route als Schleife zu gehen und sind einfach entlang der Vydra zurück zum Auto. Somit gibt es hiervon nicht Neues zu berichten. Unser nächste Ziel war ein kurzer Abstecher zu einem Hochmoor. Doch dazu mehr demnächst im vierten und letzten Teil von Kvilda.

Euer Markus

Sonntag, 29. April 2012

Ausflug nach Kvilda - Teil 2

Hallo liebe Leser,

heute folgt der zweite teil von Kvilda.

Wir waren bei Bucina stehengeblieben. Diese Ortschaft war bis 1956 für etwa 200 Person die Heimat. Von der kommunistischen Regierung wurde die einst 26 Häuser bis auf ein Hotel komplett abgerissen und die Einwohner umgesiedelt. Heute ist Bucina eher eine Bezeichnung für den Grenzübergang, der lediglich zu Fuß aus Finsterau erreichbar ist.
Eine privat finanzierte Rekonstruktion der einstigen Grenzbefestigung zeigt die perfide Grausamkeit des Eisernen Vorhangs. 

Nach einer  kurze Pause ging es langsam wieder Richtung Kvilda. Ein Besuch im Hotel war im März leider nicht möglich, da dieses saisonal bedingt erst im April öffnet.

Blick nach Bucina


Das Bild zeigt einen Blick über Bucina Richtung Grenze. Die Hügelkette am Horizont ist bereits Gebiet der Bundesrepublik.

Der Weg zurück nach Kvilda führt wieder an der jungen Moldau vorbei, die hier ihren fröhlichen Tanz, wie Smetana sagt, aufführt. Leider war das Wetter eher schlecht, und der Frühling ließ im März 2011 noch lange auf sich warten, wie das Bild des Baumes unweit von Bucina zeigt.

Kein Frühling bei Bucina

So schade es war, dass der Frühling im Böhmerwald noch nicht Einzug gehalten hat, so interessant war es aber auch. Der abschmelzende Schnee und die grau-braunen Wiesen zusammen mit den kahlen Bäumen und der unverwechselbaren Stille dieser Jahreszeit hatte etwas Eigenartiges aber keinesfalls Angsteinlößendes. 




Man kann sich die saftig grünen Wiesen, durchbrochen von der Moldau nur vorstellen. Das bräunliche Wasser, verursacht durch den torfhaltigen Untergrund, bildet sicher einen großartigen Kontrast zum Grün der Wiese.

Tanz der Moldau
Die warme Moldau schlängelt sich durch dies Wiesen rund um Kvilda und man kann sich kaum Vorstellen, dass daraus einmal die Moldau wird, wie man sie in Prag kennt.

Um die Moldau und den Böhmerwald in all ihrer Pracht zu erleben ist der März wohl nicht geeignet, so viel steht fest. Das nächste Mal werden wir im April anreisen und hoffen, dass dann die Wiesen und Wälder voll im Saft stehen.


Nach diesem Ausflug  zur Moldauquelle und nach Bucina, führte uns der Weg zu einem Hochmoor in der Nähe von Kvilda, diesmal jedoch mit dem Auto. Auf etwa halbem Wege zwischen Kvilda und Horská Kvilda liegt linkerhand ein Hochmoor Namens "Jezerní slat". Ein 103,5ha großes Moorgebiet, welches bequem vom Parkplatz über einen hölzernen Steg erreicht werden kann.

Jezerní Slat
Zugang vom Parkplatz

















 

 

So das war unser Ausflug nach Kvilda im Jahre 2011. Das Jahr 2012 bescherte uns ebenfalls einen Ausflug in den Böhmerwald, diesmal aber erst im April. Mehr dazu dann im dritten Teil.

Markus