Ein Blog rund um die Fotografie und die Regensburger Foto Blosn

Sonntag, 5. April 2020

Steinerne Brücke - gespiegelt

Hallo liebe Leser,

beim letzten Mal waren wir noch in der Provence. Diesmal aber bleiben wir in der Heimat, denn warum in die Ferne schweifen, wenn die Schönheit oft vor der eigenen Haustür liegt. OK das ist in diesem Fall natürlich nicht ganz korrekt, denn ich brauche etwa 30 Minuten zu Fuß um die Steinerne Brücke zu erreichen.
Es war einer dieser Freitage, wo man einfach mal frei hat, alleine für sich sein möchte und seinem Hobby nachgehen will. Eigentlich wollte ich beim Museum der Bayerischen Geschichte Fotos während der blauen Stunde machen, doch dann bin ich an einer Pfütze unter der Steinernen Brücke hängengeblieben.

Spiegelung 1
Die Kamera lag hierbei fast im Wasser. Lediglich die unvollständige Spiegelung des Doms stört mich hier. Beim nächsten Bild gelang mir das schon ein wenig besser.

Spiegelung 2

Hier ist die Domspitzer zwar komplett drauf, aber leider sind hier 8mm Brennweite an APS-C, also  12mm KB fast zu lang, denn der Dom ist jetzt nicht mehr komplett drauf. Das passiert wahrlich nicht allzu oft, dass ich mir noch weniger Brennweite wünsche.

Wie bei den ersten zwei Bildern, so gefällt mir auch beim Folgendem die Spiegelung der Brücke in der absolut ruhigen Wasseroberfläche.

Spiegelung 3

Aber es ist nicht nur die Spiegelung sondern der noch blaue Himmel und die Häuser in den Bögen. Und dieses Bild erinnert mich fast schon ein wenig an die Werke eines Fotografenkollegen Franz Joachim Braunmiller. Er hat seinerzeit die gefrorene Donau fotografiert, aber in Zeiten des Klimawandels muss man sich mit flüssigem Wasser begnügen.

Der blaue Himmel hat entscheidenden Einfluss auf die Bildwirkung. Das folgende Bild hat zwar auch eine schönen Spiegelung, aber der Himmel ist nicht wirklich ansprechend.

Perlenkette

Da sage noch einer, das Sigma 8-16 mach keine schönen Sterne.

Ich war von den Ergebnissen so begeistert, dass ich einige Tage später das Südufer nach Spiegelungen abgesucht habe. Das ist das Ergebnis.

Spiegelung 4
Ich denke auch das ist durchaus ein vorzeigbares Bild, aber für meinen Geschmack nicht so spektakulär wie die ersten drei.

So das wars auch schon wieder für heute. Ich hoffe der kleine Exkurs in die Heimat hat euch gefallen.

Bis demnächst
Markus





Samstag, 1. Februar 2020

Colorado Provencal

Hallo liebe Leser,

im neuen Jahr soll es doch gleich weiter gehen. Wir waren noch in Frankreich, und zwar in der Provence. Südlich der Ortschaft Rustrel liegt das sog. Colorado Provencal. Diese Ockerbrüche erinnern in der Tat an die Landstriche im Westen der USA. Die Größenordnung ist jedoch eine andere, aber dennoch sind die wenigen Quadratkilometer sehr sehenswert.

Wand

Gutes festes Schuhwerk ist zu empfehlen und man sollte sich darauf einstellen, dass die Schuhe nach der Wanderung einfach nur rot sind.

wild wild west

Einige Bereiche dürfen nicht betreten werden, entweder aus Rücksicht auf die Natur, oder wegen Steinschlaggefahr. Dennoch findet man auch auf den zugänglichen Bereichen sehr fotogene Motive.

Loch

Gewissen Ähnlichkeiten mit dem Westen der USA sind nicht von der Hand zu weisen 😉.

Wer aber glaubt, dass alles nur in einem Ton gehalten ist, der lässt sich aber sauber von der Natur täuschen.

Ocker
Bunt ist in diesem Fall eher relativ.
Ein Bereich im Osten des Ockerbruch fällt farblich aus dem Rahmen. Hier ist fast nichts mehr ocker.

Weiß
Das war unser kurze Spaziergang durch das Colorado Provencal. Ich ich hoffe wie immer, dass die Bilder gefallen.

Bis demnächst

Markus

Donnerstag, 7. November 2019

Pont du Gard - Ein Meisterwerk der Bauingenieurskunst

Hallo liebe Leser,

heute besuchen wir ein besonderes Bauwerk, die Pont du Gard. Ein absolutes Meisterwerk römischer Baukunst. Ich meine das muss man sich einfach mal vor Augen halten. Das gesamte Aquädukt, dessen Teil die Pont du Gerd ist, war einst 50km lang. Sie sollte die Stadt Nimes mit Wasser versorgen, welches aus Uzes kann. Der gesamte Höhenunterschied betrug lediglich 12m. Was zunächst nach viel klingt, stellt sich bei näherer Betrachtung anders dar. Auf einen Kilometer länge ergibt das nur noch einen Höhenunterschied von etwas mehr als 30 Zentimetern.

Pont du Gard 1
Pont du Gard 2
Im Übrigen die hervorstehenden unbehauenen Steine waren wohl zur Befestigung eines Gerüsts gedacht.

Ich werde jetzt hier nicht mit den ganzen Daten der Pont du Gard um mich werfen, denn diese kann jeder selbst im Internet recherchieren. Konzentrieren wir uns doch lieber auf Bilder.

Pont du Gard 3
Ja es empfiehlt sich für einen Besuch ein Weitwinkel oder noch besser ein Ultraweitwinkel mitzunehmen. Man ist direkt unter den Brückenbögen und jeder Millimeter Brennweite macht sich bemerkbar. Mein Sigma 8-16 mach hier eine recht gute Figur. Der Stern ist sehr ansehnlich. Leider sieht man in solchen Situationen jedes Staubkorn auf der großen gewölbten Frontlinse.

Hier noch ein Blick in den Kanal in der obersten Ebene, in dem das Wasser floss.

Kanal

Und zum Schluß noch ein Bild von der gesamten Pracht.
Pont du Gard 4
So das war's schon für heute.Diesmal etwas wortkarg, aber das Bauwerk spricht für sich selbst.

Bis demnächst

Markus.

Mittwoch, 4. September 2019

Save the date...in eigener Sache...Reisevortrag bei der FGR am 18.Oktober 2019: Drei Wochen Frankreich

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich wieder Werbung in eigener Sache machen.
AM Freitag den 18. Oktober 2019 zeige ich meinen neuen Reisevortrag bei der Fotografischen Gesellschaft Regensburg. Beginn 20.00 Uhr im der Gaststätte Spitalkeller in der Alten Nürnberger Straße 12 in Regensburg.

Letztes Jahr war ich mit meiner Familie während meiner Elternzeit drei Wochen in Frankreich unterwegs.
Ich zeige Bilder aus Straßburg,

Straßburg

dem Elsass,

Colmar

der Provence

Colorado Provencal

und den Alpen
 
Entrevaux


SEPA...nein nicht das was man von der Banküberweisung kennt ;). Das ganze untermalt mit Musik und mit interessanten Fakten garniert.

Eintritt ist wie immer frei und Gäste sind natürlich herzlich willkommen.

Über einen Besuch würde ich mich sehr freuen.

Bis demnächst

Pont du Gard

Mittwoch, 10. Juli 2019

Avignon - Die laute Stadt der Provence

Hallo liebe Leser,

heute verlassen wir das Elsass und machen uns auf den Weg in die Provence.

Unser Ziel ist die ehemalige Papststadt Avignon. Die Altstadt ist von einer vier Kilometer langen Stadtmauer umgeben. Von 39 Türmen und sieben Haupttoren flankiert, bot sie den Bewohnern Schutz vor Angriffen. Doch die Haupttore sind für den modernen Autoverkehr oft nicht ausreichend breit und so musste man sich oft durch den Felsen schlagen

Einfahrt
Und damit sind wir schon bei einem Punkt, der extrem auffällt, wenn man durch die Altstadt schledenrt. Die Stadt ist sehr sehr laut. Ich habe mal über Südamerika geschrieben, dass es da auch sehr laut ist, aber Avignon toppt Alles mir Bekannte. Zum Teil führen mehrere Fahrspuren durch die Altstadt und die Franzosen fahren hier mit Vollgas durch. Aber vielleicht muss das so sein in Avignon.

Ohnehin hat die Stadt ein Verkehrsproblem. Zu den Stoßzeiten staut es sich überall, selbst unter der berühmten Steinernen Brücke von Avignon.

Stau unter der Brücke
Für uns Regensburger fast undenkbar, gehört hier der Straßenverkehr in dieser Form zur Normalität. Man kann sich sicher ausdenken in welcher Weise die Bausubstanz der Brücke unter den Abgasen und den Erschütterungen leidet.

Die Brücke bietet abseits der Altstadt auf der anderen Seite des Flusses einen durchaus reizvollen Anblick. Hier ist es ruhig und autofrei. Man kommt zudem kostenlos mit einer Fähre ans andere Ufer.
Pont du Bénézet 
Wer auf die Brücke will, muss Eintritt zahlen. Meine Empfehlung ist, dass man sich das Geld spart. Für vier Bögen fünf Euro....da trinke ich lieber ein Glas Wein.

Die Brücke lassen wir jetzt hinter uns und machen uns auf den Weg in die Altstadt. Hier dominiert der Papstpalast das Stadtbild.

Papstpalast

Ich empfehle die Besichtigung des Palastes mit einem Audioguide. Fotografisch gibt der Innenbereich nicht besonders her, aber geschichtlich höchst interessant. Auch der Aufstieg auf die Dachplattform lohnt sich. Diese Aussicht belohnt....

Aussicht
Der Palast mach seinem Namen alle Ehre. So manch ein Monarch durfte damals, im 14. und 15. Jahrhundert,  neidisch nach Avignon geschielt haben. Gebaut für die Ewigkeit, hat das Bauwerk etwa 15 000qm Nutzfläche. Wow.

Auf Felsen gebaut

Innenhof
Frömmigkeit sieht Anders aus. Aber so ist das mit der katholischen Kirche.

Zum Schluß noch ein Bild vom Dach des Papstpalastes.

Auf dem Dach
Und das war's schon wieder aus Avignon.

Bis demnächst
Markus