Ein Blog rund um die Fotografie und die Regensburger Foto Blos'n

Mittwoch, 19. September 2012

Unterwegs mit der Foto Blosn - Bokeh

Hallo liebe Leser,

hier melde ich mich mal wieder mit einem Beitrag über die Foto Blosn.
Im August war unser Thema zum gemeinsamen Fotografieren Bokeh. Der erfahrene Fotograf kann sich sicher unter diesem Begriff etwas vorstellen, ein Neuling womöglich nicht.
Bokeh ist die Beschreibung der Güte des unscharfen Bereichs eines Bildes, sowohl im Vordergrund als auch im Hintergrund. Man kann sich das am einfachsten an hellen Lichterquellen im Hintergrund vorstellen. Dabei werden diese Lichter von Laternen, Scheinwerfern, Fenstern usw. als kreisförmige Scheiben dargestellt. Im Idealfall sind diese Scheiben perfekt rund mit einer weichen Kante.

Naturgemäß erreicht man mit einer großen Blende, also kleiner Blendenzahl, ein weicheres Bokeh. Eine ungerade Anzahl an Lamellen sorgt ebefalls für ein harmonischere Unschärfekreise und verhindert z.B ein sog. Stoppschild bei "nur" sechs Lamellen.

Doch nicht nur eine große Blende erhöht in der Regel die Qualität des Bokehs. Auch die geometrische Form der Blendenlamellen spielt eine nicht unwesentliche Rolle bei der Qualität des Bokehs. Mittlerweile verfügen zahlreiche neue Objektive wie das Pentax DA 50 1.8 über gerundete Lamellen. Das führt dazu, dass die Blendenöffnung bei allen Größen nahezu kreisförmig ist.
Hier ein Bild, gemacht mit dem Pentax DA 50 1.8 bei Blende f2.5.

Schlösser
Wie man oben sieht, ist eine große Blende für ein harmonisches Bokeh förderlich. Doch hat man ein lichtschwaches Objektiv, oder möchte man der Bildqualität wegen abblenden, so kann man trotzdem ein schönes weiches Bokeh durch Freistellen erreichen. Man muss dazu nur sehr nah an das Objekt gehen. Die Schärfebenene wird nämlich nicht nur durch die Blende, sondern auch noch durch den Motivabstand, Brennweite und Sensorgröße beeinflusst. Zu den letzteren zwei Einflussfaktoren komme ich später.

Bei diesem Bild bin ich beinahe an die Naheinstellgrenze gegangen. Diese ist beim Macroobjektiv Tamron 90mm f2.8 ca. 30cm, von der Sensorebene her gesehen.

Kette

Wie man sieht, ist auch hier das Bokeh sehr homogen,die Kanten der Unschärfekreise sind weich. Ich sehe diese sogar noch weicher an, als das des Pentax DA 50. Dies verwundert nicht, denn Macroobjektive liefern meist ein sehr schönes Bokeh. Beim Tamron liegt das wohl an den neun Blendenlamellen.

Wie ich weiter oben erwähnte, spielt auch die Brennweite und die Sensorgröße eine Rolle bei der Schärfentiefe, also letztendlich auch beim Bokeh. Wie das physikalisch zusammenhängt, würde an dieser Stelle zu weit führen. Kurz zusammengefasst, je kleiner der Motivabstand, je größer die Blende, je größer die Brennweite und je größer der Sensor, umso kleiner die Schärfeebene und somit auch potentiell weicheres Bokeh. Aber die Qualität hängt ja wie oben erwähnt noch von anderen Dingen ab.

Unter http://www.flickr.com/groups/regensburger_foto_blosn/discuss/72157631270928524/
können weitere Bilder der Blosn Mitglieder zum Thema begutachtet werden.

Da Martins Kamera zum Stammtischtermin im Service war, hatte er das Vergnügen mit der Pentax K200D und dem FA 50 1.4 zu fotografieren. Und ich muss sagen, die Bilder gefallen mir besser als diejenigen, die er mit seiner Sony macht ;)


So Freunde, das war's wieder. Der nächste Stammtisch steht vor der Tür und davon wird es zum Thema Froschperspektive auch einen Bericht geben.

Euer Markus



Kommentare:

  1. Und ich muss sagen, dass es ein Vergnügen war, mit Deiner Pentax zu fotografieren. Danke! Und wieder mal hat es mir gezeigt, dass es egal ist, welches System man verwendet.

    Und nebenbei: Ich mag Deinen Blog!

    Grüße
    Martin
    http://www.kukielka.de/martin

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