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Mittwoch, 9. Mai 2012

Ausflug nach Kvilda - Teil 3

Hallo liebe Leser,

der letzte Teil von Kvilda ist schon eine Weile her. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich hatte jetzt ein wenig viel um die Ohren und ein Wochenende in Prag war auch noch drin. Dazu wird es demnächst einen eigenen Beitrag geben.

Die ersten zwei Teile von Kvilda befassten sich mit unserem Ausflug in den Böhmerwald im Jahre 2011. Dieser Teil soll unseren Ausflug dorthin aus diesem Jahr kurz behandeln.

Da wir die Moldauquelle schon kennen, haben wir uns diesmal entschieden eine kleine Wanderung von ca. 15km Länge entlang des Flußes Vydra (zu deutsch Fischotter) und seinem Steinmeer zu machen.
Der Weg führt mit dem Auto von Kvilda aus in östliche Richtung in die Ortschaft Modrava. Hier biegen wir nach rechts Richtung Rokyta. Nach wenigen Kilometern durch den Wald, kommt rechterhand ein gebührenpflichtiger Parkplatz. Hier sollte man das Auto für 60 Kronen/Tag abstellen und die restlichen 200m bis zum Beginn der Wanderroute zu Fuß gehen. Die Weg entlang des Flußes Richtung Cenkova Pila, ein Sägewerk, ist ca. 7,5km lang.

Fluß Vydra

Die Route ist gleichzeitig ein Lehrpfad, der an den verschieden Stationen Information zur Entstehung der Landschaft sowie zur Flora und Fauna gibt.

Gleich zu Beginn, an der Stelle, an der eine Brücke die Vydra überspannt, lässt sich ansatzweise erahnen, welche Landschaft uns noch erwartet. Das Wasser ist typischerweise wieder braun eingefärbt. Die Vydra ist hier keineswegs ein Bach, wie in manchen Reiseführern beschrieben. Hier handelt es sich um einen ausgewachsenen Fluß mit einer starken Strömung, die alles mit sich reißt, was nicht fest ist.

Logischerweise ist es hier mit der idyllischen Ruhe des Böhmerwaldes vorbei, aber die Landschaft entschädigt dafür umso mehr.
Die Steinbrocken im Flußbett stammen aus der letzten Eiszeit und sie werden stetig vom Wasser bearbeitet.
Doch nicht nur im Wasser findet man solche tonnenschwere Felsen. Nach etwa vier Kilometern entdeckt man am Ostufer der Vydra eine riesige Felsbrockenwand von  mehreren Hundert Metern höhe. Diese sind im Gegensatz zu den Felsen verhältnismäßig scharfkantig.
Der Lehrpfad sagt, dass hier der Luchs zuhause ist, denn in dieser verwinkelten Landschaftsformation findet er genügend Verstecke. Außerdem ist die Felsenwand kaum für den Menschen erreichbar. So kann es ein, dass man gerade vom Luchs beobachtet wird, ohne es zu merken.  

Eiszeitliche Felsbrockenwand
Zugegeben, ich habe auf den Bilden in der 100% Ansicht nach dem Luchs gesucht, ohne Erfolg. Ich glaube diese Wildkatzenart ist derart scheu, dass man eher im Lotto gewinnt, als dass man sie in freier Wildbahn sieht.

Entlang der Wanderroute sind einige Rastplätze mit Holzbänke und Tischen anzutreffen, so dass man hervorragend Brotzeit machen und die Atemberauben Landschaft genießen kann. Oft wird diese Tal der Vydra als die Perle des Böhmerwaldes beschrieben. Aus diesem Grund möchte ich hier noch zwei Bilder statt vieler Worte wirken lassen.




Wir verzichteten aus gesundheitlichen Gründen darauf die komplette Route als Schleife zu gehen und sind einfach entlang der Vydra zurück zum Auto. Somit gibt es hiervon nicht Neues zu berichten. Unser nächste Ziel war ein kurzer Abstecher zu einem Hochmoor. Doch dazu mehr demnächst im vierten und letzten Teil von Kvilda.

Euer Markus

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