Ein Blog rund um die Fotografie und die Regensburger Foto Blosn

Montag, 23. Dezember 2013

Kolumbien - Kaffeezone - Salento Tag 1

Hallo liebe Leser,

weiter geht's mit Kolumbien. Es dürfte wohl allgemein bekannt sein, dass Kolumbien zu den größten Kaffeeproduzenten weltweit gehört. In den Hochebenen der  Departements Caldas, Risaralda und Quindío wird der feine und milde kolumbianische Kaffee angebaut. Bis zu einer Höhe von etwa 1900m ü.N.N. findet man unzählig Plantagen in den Anden. Unser Ziel war das kleine Örtchen Salento im Departement Quindio.

Die Busfahrt ging von Bogotá nach Armenia und dann weiter nach Salento. Die erste Etappe, von Bogotá nach Armenia war durchaus bequem, denn in Kolumbien gibt es ein gut ausgebautes Fernbusnetz. Der Bus hatte sowohl Klima als auch W-LAN. Nur die Fahrweise der Busfahrer ist sehr abenteuerlich. Da wird einfach auf einer Serpentinenstraße bergauf ein LKW nach dem anderen überholt, ohne zu wissen, ob hinter der nächsten Kurve Gegenverkehr kommt. Aber dazu noch später.
Zum Glück habe ich die Hinfahrt fast komplett verschlafen, denn Abfahrt war um 23.00 Uhr. Allerdings gibt es auch hier eine kleine Anekdote, wie man sie wohl nur in Kolumbien erlebt. Der Bus musste über eine mehrspurige Ausfallstraße Bogotá verlassen, soweit so gut. Die Fahrtrichtung war gen Süden und wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist der Süden der Stadt nicht die schönste Gegend. Man sah aus dem Fenster die verfallenden Häuser und Hütten, keine Menschen auf der Straße, trostlos also. Plötzlich auf der Gegenseite Blaulicht von Polizei und Notärzte mit jeweils mehreren Einsatzfahrzeugen. Man kann sich nur ausmalen was da in einer Seitengasse passiert war, eine Schießerei, Überfall...wer weiß das schon. Na gottseidank ist das nicht auf unserer Seite dachte ich zunächst, und just in dem Moment biegt der Busfahrer von der Ausfallstraße ab und fährt in eine ebensolche üble Gegend. Die Straße wurde prompt dramatisch schlechter, denn der Bus schaukelte hin und her wie ein Schiff bei rauher See. Ein Basketballfeld am Straßenrand, sofern man von einer Straße sprechen kann, war dann doch nicht so leer. Ein Gruppe Jugendlicher hatte hier noch Basketball gespielt, eingezäunt, und als sie den Reisebus sahen, fielen ihnen beinahe die Augen raus.
Alle Insassen im Bus fragten sich, was zur Hölle macht den der Busfahrer hier. Eine Umleitung war ja nicht ausgeschildert. Plötzlich bleibt der Bus stehen und unser Pulsschlag bewegt sich langsam Richtung 180. Und als der Busfahrer auch noch aussteigt, flippe ich fast aus. Plötzlich läuft eine Frau in seinem Alter über die Straße und überreicht ihm ein Paket mit Getränken. Was für eine Erleichterung. Jetzt aber nichts wie weg hier. Wie gesagt, den Rest der Fahrt habe ich verschlafen. Um halb sechs wurde wir plötzlich aus unserem Schlaf gerissen. Der Busfahrer schreit ARMENIA. Also heißt es Sachen packen und aussteigen. Die Weiterfahrt mit einem kleinen Bus nach Salento war unspektakulär.

In Salento angekommen, begrüßte uns der Tag mit einem Sonnenaufgang, bzw die Stunde danach, in den Anden, wie sich ihn jeder Fotograf wünscht.


Stille der Anden
Der Aufstieg zum Hausberg in Salento hat sich gelohnt. Von hier oben hat man eine wunderbare Aussicht auf die Bergwelt der Anden.

Salento befindet sich auf etwa 1900m ü.N.N. und hat knapp 7500 Einwohner. Inmitten der Anden wird hier der berühmte kolumbianische Kaffee angebaut. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Zentrum ist der quadratisch angelegte Platz in der Ortmitte mit Rathaus, Polizei, Kirche, Banken, Krankenstation und natürlich Restaurants und Cafés. Alle Straßen laufen an den Ecken sternförmig, aber senkrecht auf diesen Platz zu.
Eine besonders sehenwerte ist diejenige, die zum besagten Hausberg führt. Ein Geschäft nach dem anderen und dazwischen immer wieder Restaurants, Bars und Cafés. Doch das alleine macht den Charme nicht aus. Es sind die wundervoll gestalteten Fassaden der Häuser und deren bunten Fenster und Türen. Es hat fast den Anschein, als ob jeder Hausbesitzer sich für eine andere Farbe entschieden hätte, nur um sich von seinem Nachbar abzuheben. Aber was erzähle ich. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte


Salento

Nachdem im Verlauf des Vormittags so langsam die Restaurants und Cafés geöffnet hatten, machte ich es mir in einer Bar an der Ecke des Platzes gemütlich. Direkt am Fenster sitzend und mit dem 70-200er Tele ausgestattet, konnte ich das Treiben auf dem Platz entspannt beobachten. Und das hier ist mein absolutes Lieblingsbild der aus einer ganzen Serie.

Kaffeebauer

Es scheint eine Art Tradition, dass die Männer in Salento Hüte tragen
Salento bereitete sich dabei gerade auf das Osternwochenende vor, an dem tausende Besucher aus der Umgebung diese schmucke Örtchen besuchen  Vielleicht war das Gewusel gerade deswegen so groß.
Übrigens: Das Sigma 70-200 DG OS HMS und die K5IIs harmonieren besonders gut bei der Schärfe. Das folgende Bild ist ein 100% Crop des Bildes darüber. Faszinierend, was  "nur" 16MP darstellen können.



 
Ich hätte den ganzen Tag diesem wunderbaren treiben auf dem Platz und in den Gassen zuschauen können. Aber auch nach den paar Stunden und einigen Cervezas habe ich so viele Bilder, dass ich hier mehrere Seiten füllen könnte. Einige will ich euch nicht vorenthalten.

Granitface

Schlecht rasiert


So das wars für heute. Ich wünsche allen ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahre, denn ich weiß nicht, ob ich im Dezember noch einen Beitrag schaffe.

Bis demnächst

Markus

Montag, 18. November 2013

Kolumbien - Amazonas Tag 3 - Streifzug durch Leticia

Hallo liebe Leser,

jetzt gibt es doch noch einen Beitrag über Leticia, die Kleinstadt am Amazonas. Ich habe mir vorgenommen, dass es ein SW Beitrag wird, mit einer Ausnahme.


Wie bereits im ersten Beitrag über den Amazonas erwähnt, ist Leticia die einzige größere kolumbianische Stadt am Amazonas. Die nächste Ortschaft ist Tabatinga, die jedoch bereits in Brasilien liegt. Ein Fußmarsch vom Hotel zur Grenze nach Tabatinga/Brasilien dauerte etwa eine halbe Stunde. Und wäre da nicht das Schild, welches das folgende Bild zeigt, würde man die Grenze kaum bemerken.
 
Grenze Leticia/Tabatinga

So das ist die farbige Ausnahme. Ab jetzt gibt es in diesem Beitrag nur noch SW-Bilder.

Auch wenn es auf dem Bild oben nicht so aussieht, aber es herrschte durchaus starker Verkehr. Hier beinahe schon ein Wimmelbild.

Verkehrschaos
Wie man sieht, ist das Hauptfortbewegungsmittel der Motorroller und Verkehrsregeln scheint es auch kaum zu geben. Man fährt eben wo Platz ist.

Ich glaube ich erwähnte noch nicht, dass Kolumbien ein eher schlechtes Abwassersystem besitzt. Das wird dann besonders spannend, wenn in Leticia am Nachmittag der tropische Regen niedergeht. Dann sind die Straßen in wenigen Augeblicken unter Wasser gesetzt und das Rollefahren macht evtl. nicht mehr ganz so viel Spaß. Aber der Kolumbianer arrangiert sich mit der Situation und sucht sich seinen Weg zwischen den Pfützen.

Slalomfahrt
Oder, wenn es gar keinen Weg zwischen den Wassermassen gibt, hält man einfach drauf. Mit offenem Schuhwerk sind die Verluste eher überschaubar.

Füße hoch und durch

Am Straßenrand findet man aber auch so etwas. Ist sicher keine öffentliche Telefonzelle. Ich glaube, dass es sich dabei eher um eine Art Taxi-Zentral handelt.

Taxizentrale
Natürlich sieht man auch jede menge Kinder auf der Straße. Ich denke für sie ist das ein riesiger Abenteuerspielplatz. Hier ein besonders frecher Lausbub, der seiner Schwester den Allerwertesten zeigt.

Kinder


So liebe Leser, ich hoffe ich konnte ein paar Eindrücke vom Straßenleben in Leticia vermitteln.

Beim nächsten Mal gehen wir in die Kaffeezone.

Bis demnächst

Markus

Montag, 11. November 2013

Kolumbien - Amazonas Tag 2 - Djungle Walk

Hallo liebe Leser,

hier geht es heute weiter mit Kolumbien. Wir bleiben am Amazonas, jedoch machen wir einen sehr abenteurlichen Spaziergang durch den Regenwald.

Natürlich sind wir nicht auf eigene Faust durch den Urwald gelaufen. Wir hatten einen ortskundigen Führer, der natürlich die obligatorische Machete dabei hatte. Zu unserer Regenwald-Überlebens-Ausrüstung gehörten Gummistiefel, Anti-Mücken Spray, und ein Regenponcho. Ein Taxi brachte uns zum Einstiegspunkt in den Regenwald.
Zunächst ging es auf einem Wirtschaftsweg recht gemütlich in den Wald. Von undurchdringlicher Flora kaum was zu sehen. Nach etwa 30 Minuten ging es dann doch, ausgehend von einer Lichtung aus, richtig in den Dschungel. Und plötzlich weiß man wie dicht und undurchdringlich der Urwald ist.

Undurchdringlicher Dschungel
Ich möchte gar nicht wissen, welche Tiere wir im Dickicht nicht gesehen habe, denn die Bewohner des Urwalds beherrschen die Kunst der Tarnung hervorragend, mit Ausnahme der Moskitos. Allerdings wusste unser Guide sehr wohl, wo sich welches Getier versteckt. So auch bei dieser Vogelspinne, die er aus ihrem Bau gelockt hat.

Spinnenhintern

Leider war das Vieh so schnell in ihrem Erdloch verschwunden, dass ich nur dieses eine Foto habe.
Ich denke, man kann den fetten A**** der Vogelspinne erkennen. Zum Glück hatte ich da gerade das Tamron 90 auf der K5IIs . Laut unseren Guide gibt es in Kolumbien zwei Arten von Vogelspinnen. Die einen leben in Erdlöchern und die anderen auf den Bäumen. Während die Ersteren sehr scheu sind, sollen die auf den Bäumen durchaus auch schon mal angriffslustig sein, wenn mann ihnen zu nahe kommt.

Ein weiterer Urwaldbewohner, den wir Mitteleuropäer nicht gesehen haben, wohl aber unser Guide, ist dieser kleine Frosch.

Kleiner Frosch

Bitte fragt mich nicht nach dem botanischen Namen dieses kleinen Frosches.

Nach fast zwei Stunden Urwaldwanderung und zum Teil heftigen Macheteneinsatz, kamen wir endlich zur Siedlung der Ticuna. Und gerade als wir uns im der Hütte für die Besucher niederließen, fing der Platzregen auch schon an. Die Ticuna Familie führte erwartungsgemäß einen Tanz auf.
Nach der Vorführung wurden wir vorallem von den Kleinen inspiziert. Besonders spannend fanden sie unsere Brotzeit und meine Kamera. Dieses kleine Mädchen hat sogar einen Fingerabdruck auf dem 70-200er hinterlassen.

Ticuna Mädchen

Ein Detail am Rande. Die Kinder lernen erst in der Schule Spanisch. Die Muttersprache ist die Sprache der Ticuna, was ich persönlich sehr gut finde, denn so bleibt die Identität des Stammes hoffentlich sehr lange erhalten.

Nach gut einer Stunde machten wir uns dann wieder auf den Rückweg durch den Urwald. Und erwiesen sich die Gummistiefel als äußerst hilfreich, denn an einer Stelle sind wir fast bis zum Knie im Morast eingesunken. Beinahe wäre der Stiefel dabei steckengeblieben.

Hier noch zwei Bilder der Urwald-Flora und Fauna

Bemoost
Getarnt

So das war's wieder für heute. Und da sage noch einer hier lernt man nichts.

Mal sehen, ob beim nächsten Mal noch ein Beitrag vom Amazonas kommt, oder ob wir vielleicht in die Kaffeezone reisen.

Bis demnächst.

Markus


Dienstag, 1. Oktober 2013

Kolumbien - Amazonas Tag 1

Hallo liebe Leser,

hier geht es weiter mit einem weiteren Beitrag über Kolumbien. Nach zwei Tagen Bogotá ging es für wenige Tage an den Amazonas, genauergesagt nach Leticia. Da es keinerlei befestigte Straßen von Bogota in den Amazonas gibt, bleibt nur das Flugzeug als Transportmittel übrig. Nebenbei bemerkt, das ist auch gut so. Man ist in etwa einer Stunde in Leticia, wohingegen der Bus sicherlich mindestens einen Tag brauchen würde.

Am Flughafen in Bogotá habe ich im vor dem Abflug folgendes Szenerie beobachtet.

Selbst ist der Mann

Der Pilot unserer Maschine war sich nicht zu schade die Frontscheiben selbst zu putzen...Respekt. Als er mich mit der Kamera sah, winkte er mir sogar noch vom Cockpit aus, zu.

Das Hotel in der kleine Stadt Leticia (ca. 35000 Einwohner) ist eine umgebaute und renovierte Finca eines ehemaligen Drogenbarons. Aber man muss sich in Leticia kaum sorgen um die eigene Sicherheit machen, denn die kolumbianische Regierung hat vor einigen Jahren unter massiven Militäreinsatz alle Drogenbarone entweder vertrieben, verhaftet oder....na man kann sich's denken. Leticia zählt somit zu den sichersten Städten Kolumbiens, denn die Menschen haben erkannt, dass der Tourismus für sie enorm wichtig ist.
Langweilige Bilder vom Hotel spare ich mir jedoch an dieser Stelle.

Ich steige hier gleich mit paar Bildern vom ersten Ausflug auf dem Amazonas ein. Wir hatten eine ganztägige  Bootstour auf dem Fluss gebucht. Die Ziele waren der Stamm der Macedonia, Puerto Narino, und das Viktoria Reservat.

Das Reservat war auch die erste Anlaufstelle. Das Empfangskomitee hatte es gleich in sich. Drei Aras, einer davon mit akkurater Armeefrisur

Ara
Eigentlich gibt es hier riesige Seerosenblätter mit Kleinkind drauf zu sehen. Doch ich hatte kein Kind dabei und somit gibt es auch kein kitschiges Bild davon.

Die Nächste Station auf dem Amazonas war der Stamm der Macedonia. Eine kleine Gemeinschaft, die direkt am Fluss lebt und die gerne Souvenirs an Touristen verkauft. Der Häuptling ist wohl dieser Herr

Der Häuptling
Der weiße Fleck am Kehlkopf ist eine Art Bemalung, vermute ich. Wehe jemand bekommt da jetzt schmutzige Gedanken. Es gab hier eine kleine Vorführung eines traditionellen Tanzes des Stammes, und fast alle Besucher mussten mitmachen, außer meine Wenigkeit. Anscheinend dachten sie, dass ich all das fotografieren möchte und deswegen musste ich nicht mitmachen.
An den bereits erwähnten Souvenirs war ich weniger interessiert. Also habe ich mich hinter die Verkaufshütte geschlichen um zu sehen, wie es dahinter aussieht. Das folgende Bild verrät Einiges über das Leben der Macedonia mit dem Amazonas.

Leben im Hinterhof
Ich finde den Einblick spannend. Man sieht wie angepasst an den Lebensraum Fluss die Menschen leben.

Der nächste Halt war der kleine Ort Puerto Narino. Dieser Ort ist nur vom Amazonas aus zu erreichen und es gibt hier keine motorisierten Fahrzeuge, außer des Müllautos. Es wäre auch schwierig mit einem PKW hier durchzufahren.

Weg ins Paradies
Die Ortschaft ist eine kleine Gemeinschaft, in der wohl jeder jeden kennt. Außerdem gehört Puerto Narino zu den wenigen Gegenden in Kolumbien, in denen man auch nachts ohne Sorge auf der Straße rumlaufen kann.

Beim Spaziergang durch die Straßen ist mir die folgende Frau aufgefallen.

Entspannt
Auch in Puerto Narino sieht man wie gut die Menschen an das Leben mit dem Amazonas angepasst sind. Aber was bleibt ihnen auch anderes übrig....es ist ihre Heimat. Das einzige Fortbewegungsmittel ist das Boot mit Aussenborder.

In Puerto Narino gibt es ein Informationszentrum über den Lebensraum Amazonas. In einer Führung bekommt man einen Eindruck, welche Tiere und Pflanzen im Fluss beheimatet sind. Leider war das fotografieren nicht erlaubt. Hier lediglich ein Bild der Hütten...

Hütten
....und einer Echse, die einfach so im Garten auf den Bäumen frei rumklettert

Haustier
Nach einem typischen kolumbianischen Mittagessen mit Amazonasfisch und Patacon ging es schon wieder weiter. Wir wollten jetzt die rosafarbenen Amazonasdelfine beobachten. Eines sei vorweg gesagt, es glang uns zwar einige Delfine zu sehen, aber nur deren Rückenflosse oder Nasenspitze. Man weiß ja vorher nie, wann und wo sie auftauchen.

Auf der Rückfahrt fing es dann typischerweise an zu regnen, logisch heißt ja auch Regenwald. Um einen gewissen Eindruck von den Dimensionen des Amazonas zu bekommen, zeige ich noch zwei Bilder.

Weite des Amazonas
Manchmal ist das nächste Ufer kaum zu sehen.

Weite des Amazonas II
Wenn man den Amazonas gesehen hat, so ist im Vergleich dazu der Rhein oder die Donau ein Bächlein.

So liebe Leser, das war's für heute wieder. diesmal etwas länger als sonst, aber ich wolle den Tag nicht in mehrere Teile spalten.

Das nächste Mal geht's weiter mit dem Dschungel Trip weiter.

Bis demnächst
Markus


Dienstag, 17. September 2013

World Wide Photowalk 2013

Liebe Leser,

es ist wieder so weit. Am 5.Oktober findet wieder der WORLDWIDE PHOTOWALK statt. Mehr allgemeine Information gibt's beim Klick auf den Link.

Der Photowalk in Regensburg startet um 15.00Uhr, Treffpunkt ist um 14:45 bei der Wurstkuchl. Mehr Infos hier. Lieder hat die Seite des Photowalks einige Probleme, so dass man keine Standortinformationen aktualisieren kann

Zwei Stunden ziehen wir durch die Stadt. Nach dem Photowalk gibt es ein gemütliches Einkehren in einer Kneipe. Wer möchte, kann sich dazugesellen. Die Kneipe wird noch bestimmt werden, ggf. auch erst am 5. Oktober, während des Walks

Das Thema des Photowalks ist wie immer frei, aber evtl. überlege ich mir eine Art Leitfaden

Nach dem Photowalk werden die besten Bilder prämiert. Dazu werden die Bilder auf einen Server geladen, wofür eine Registrierung notwendig ist. Aber auch hier gilt, alles freiwillig.

Ich freue mich auf eine zahlreiche Teilnahme wie in 2012.

Gruß Markus

Samstag, 31. August 2013

Kolumbien - Bogotá Teil 2 - Monserrate

Hallo liebe Leser,

hier folgt, wie versprochen, der zweite Teil von Tag 1 in Bogotá.

Wie bereits erwähnt war unser nächstes Ziel der Hausberg Bogotás, der Monserrate. Mit etwa 3100m Höhe überragt er die Stadt um gut 500m und bietet so einen grandiosen Ausblick auf die Metropole.
Wie kommt man auf diesen Berg? Drei Möglichkeiten stehen zur Auswahl, eine Seilbahn, eine Zahnradbahn oder zu Fuß. Wobei hier von der letztgenannten Alternative ausdrücklich abgeraten wird. Auf den 500 Höhenmetern gibt es zahlreiche Wegelagerer. Die meisten von ihnen wollen nur was verkaufen und stellen somit keine Gefahr da, sie sind eher lästig. Doch es soll auch die etwas weniger freundlichen Buben geben.

Aber zurück zu den schönen Seiten dieses Berges, dem Ausblick....
Bogotá von Oben
....Stadt soweit man sieht.


Aber auch von hier oben sieht man die sozialen Unterschiede in der Stadt. Da ist einerseits das Zentrum mit den Geschäftsgebäuden....

Bogotá von Oben - Detail
...und andererseits das das eine oder andere Armenviertel...

Bogotá von Oben - Slum
Es wird dringend davon abgeraten dieses Viertel als Tourist egal zu welcher Tageszeit aufzusuchen.

Übrigens es hat sich gelohnt das Sigma 70-200 auf den Monseratte mitzunehmen. Man kann mit dem Objektiv auf einen kleinen Spaziergang von Oben gehen, und man findet immer irgendwelche netten Details.
Ganz nebenbei bemerkt habe ich mit der Kombi K5IIs, BG, O-GPS1 und Sigma 70-200 für neugierige Blicke gesorgt. Anscheinend sieht man solches Equipment nicht allzu oft in Bogotá. Da die Polizeipräsenz hier oben deutlich war, braucht man sich aber keine sorgen machen.

Den Abstieg vom Hausberg Bogotás haben wir uns durch die Zahnradbahn abnehmen lassen.

Danach ging es weiter Richtung Candelaria, ein Künstlerviertel. Eigentlich hätte ich hier gerne Bilder und mehr Text zu diesem Viertel geschrieben. Allerdings waren wir am späten Nachmittag in diesem Viertel und seltsamerweise war niemand auf der Straße. Ich habe mich nicht wirklich getraut hier Fotos zu machen und so gibt es nur dieses eine Bild, welches ich auf einem belebten Platz gemacht habe.

Candelaria
Nicht besonders schick, aber es zeigt ein wenig die netten Häuser und das Straßenleben in diesem Viertel.

Das war's wieder an dieser Stelle. Das nächste Mal verlassen wir Bogotá und es gibt Bilder vom Amazonas.
Möglicherweise schiebe ich aber noch einen Blosn Beitrag rein.

Bis demnächst

Markus







Mittwoch, 24. Juli 2013

Jurierung LandesFOTOschau

Hallo liebe Leser,

diesmal wieder ein kurzer Beitrag zwischendurch. Die Jurierung der Bilder ist abgeschlossen, genauer gesagt fand das Ganze schon am Samstag den 13. Juli statt.
Insgesamt galt es über 1600 Bilder zu jurieren, was zur Folge hatte, dass jeder der "Nummerngirls" an die 400 Bilder vom Stapel holen und der Jury zeigen musste. Und das war nur der erste Durchgang. Aus den mehr als 400 Annahmen wurden in einem weiteren Durchgang die Medaillen und Urkunden ausgesucht, was wiederum bedeutete, dass jeder Helfer etwa 100 weitere Bilder der Jury vorführen musste.
Leider hatte ich keinen Schrittzähler dabei aber es dürften mehrere Kilometer an Wegstrecke gewesen sein.

Mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden. Ich hatte auf 2-3 Annahmen gehofft, geworden sind es zwei. Ein wenig enttäuscht bin allerdings ob der Tatsache, dass nur eines der Bilder auch in der Ausstellung hängen wird.

Ein Urteil über die Jury steht mir an dieser Stelle nicht zu, denn dafür hängt mein Arsch zu niedrig. Sicher die eine oder andere Annahme wäre super gewesen, schließlich hatte ich drei Lichtbilder des Monats der FGR eingereicht und "nur" eines wurde angenommen. Aber so ist das nunmal....die Geschmäcker der Juroren sind sehr unterschiedlich.

Was ich allerdings schon sehr schade finde, ist die Tatsache, dass manche Bilder nicht einmal zwei Sekunden von den Juroren betrachtet wurden, obwohl sie es verdient hätten. Viele Bilder hatten nicht diesen WOW-Effekt auf den ersten Blick, sondern sie erschlossen sich dem Betrachter erst bei längerer Betrachtung.
Das ist insofern schade, als dass der Autor sehr viel Arbeit in das Bild gesteckt hat. Neben der Aufnahme selbst steckt womöglich noch eine Bearbeitung dahinter. Dann kommen noch die Kosten für den Druck und das Passepartout. Da hat das Bild meiner Meinung nach mehr als zwei Sekunden Aufmerksamkeit verdient. Das ist allerdings ein Systemproblem bei so großen Wettbewerben. Bei der BezirksFOTOschau sieht es etwas anders aus. Es werden etwa 300 Bilder eingereicht, wodurch die Juroren nicht derart unter Zeitdruck stehen.

Einige Impressionen der Jurierung sind hier zu sehen.

So das war's für heute.

Bis demnächst auf diesem Kanal.

Markus

Unterwegs mit der Foto Blosn - Landshuter Hochzeit

Hallo liebe Leser,

unser letzter gemeinsamer Fotoausflug ist schon eine Weile her. Im Juni trafen wir uns zum gemeinsamen Fotografieren am regensburger Bahnhof....um zur Landshuter Hochzeit zu fahren. Das Thema war eine Art Street-Fotografie auf bei der Landshuter Hochzeit samt dem Lagerleben. 

Leider hat uns das Wetter etwas übel mitgespielt....es regnete in Strömen. Nicht dass das ein Problem für die Kamera oder die Fotografen wäre, aber es war einfach von diesem bunten Treiben auf dem Stadtplatz und auch im Lager wenig zu sehen. Wenn dann doch eine Gruppe unterwegs war, dann wurde die Sicht durch jede Menge Regenschirme verdeckt. Aus diesem Grund habe ich so gut wie keine verwertbaren Bilder außerhalb des Lagerplatzes. 

Und so kam es wie es kommen musste, wenn eine Gruppe Männer unterwegs ist. Früher oder später landet man im Wirtshaus auf ein Bier. In unserem Fall war das eine Art Bierzelt auf dem Lagerplatz. Und dann geht das Fachsimpeln und Herumexperimentieren auch schon los. Und das kommt dabei raus...

Ernst
Schaut gar nicht so ernst, der Ernst.

Nach einer Schweinshaxe und drei Weißbier tat sich draußen tatsächlich ein wenig der Himmel auf und die Sonne kam durch. So stürmten wir alle aus dem Bierzelt, denn wer weiß schon wie lange das Wetter trocken bleibt. Das Tele auf die Kamera geschraubt und schon ging es los.

???
Ich habe nicht die geringste Ahnung was die Kleine (ist es überhaupt ein Mädchen) da vorher gemacht hat....und ich will es eigentlich gar nicht wissen. Ich fand die Szene unterhaltsam.

Es gab auch wieder Herren mit, diesmal seltsamen, Hüten. Scheint so als hätte ich da in letzter Zeit ein Faible für. Beispiele gefällig?


Herr mit Hut, die Erste
Das ist mein Lieblingsbild des Events. Das 70-200 macht sich auch vom Bokeh her wunderbar.

Herr mit Hut, die Zweite
Leute ich weiß nicht was für ein Vieh er da auf dem Kopf hat, aber das ist mir auch egal. Es sieht gut aus und wirkt authentisch.

Weitere Bilder der Blosn Mitglieder sind wie immer hier zu sehen.

Die Zeit verging viel zu schnell und wir mussten wieder zum Zug. Am Bahnhof lernten wir den netten Getränkeverkäufer kennen, der uns mit Sprüchen wie "Es is glei hoibe neine, super Zeit für a hoibe...a Feierabenhoibe" oder später im Zug "Prosecco für die Frau" unterhalten hat. Wohlgemerkt der Mann ist vermutlich ein Inder, aber beherrscht die bayerischen Verkaufssprüche hervorragend.

So das war's dann schon wieder.

Bis demnächst auf diesem Kanal

Markus









Freitag, 19. Juli 2013

Kolumbien - Bogotá Teil 1.

Hallo liebe Leser,

hier melde ich mich wieder nach einer sehr langen Pause. Diesmal nicht mit einem Foto Blosn Thema, sondern mit einem kurzen Beitrag aus unserem Abenteuerurlaub in Kolumbien. Ooh wie schön ist Kolumbien....es gibt viel zu erzählen

Fangen wir doch ganz einfach mal mit Bogotá an. Die Hauptstadt des Landes liegt auf etwa 2600m ü.N.N., inmitten der Anden auf einem Hochplateau. Obwohl nur etwa vier Grad nördlich des Äquators gelegen, überschreitet die Tageshöchstemperatur eher selten die 20°C Marke.

Bogotá war für uns eigentlich eine Art Drehscheibe und Ausgangsbasis für unserer mehrtägigen Ausflüge in Kolumbien. Dazu zählten der Amazonas, die Kaffeezone und die Stadt Cartagena in der Karibik. Hierzu werden nach und nach Beiträge folgen.

An unserem ersten Tag in Bogotá war ich natürlich sehr gespannt und auch ein wenig aufgeregt. Was hat diese Millionenstadt (ca 7,5Mio Einwohner) alles zu bieten. Wie sind die Menschen, die Atmosphäre usw. Man hört ja viele Geschichten über Bogotá. Und alle haben Eines gemeinsam, nämlich die Gefahr überfallen zu werden. Nun man fühlt sich hier nicht ganz so sicher wie in Deutschland, aber wenn man einige Regeln beachtet, lässt sich die Gefahr minimieren. So sollte man sich vorher informieren, welche Gegenden man als offensichtlicher Tourist aufsuchen kann und welche Viertel man lieber meidet.

Am ersten Tag, ein Sonntag, war in den Straßen Bogotás eine Art Straßenfest und die Ciclovía. So konnte ich das Straßenleben und einige Straßenkünstler fotografieren.

Konzentriert
Ein Tisch und ein Schachspiel und schon wird am Straßenrand gespielt. Das Getümmel war hier recht groß und ich musste mich regelrecht durch die Menschenmassen kämpfen um eine halbwegs geeignete Position für das Foto zu finden.


Einer der bekannten Straßenmusiker in Bogotá ist wohl dieser Herr. Als ich den Mann ablichten wollte begann er extra für mich zu posen. Paar Tausend Pesos hat er natürlich auch bekommen.

Let's Rock

Ich persönlich finde den Hintergrund sensationell gut passend zur Szene, vorallem diesen farblichen Einklang der Wand und der Hose.

Natürlich gab es hier auch sehr viele mobile Verkaufsstände mit allen erdenklichen Leckereien, allerdings konnte ich der Versuchung widerstehen. Hier gilt ganz klar die Regel: "Cook it, or peel it, or leave it", außer man möchte später ein unangenehmes Urlaubsmitbringsel sein Eigen nennen. Obwohl lecker sieht es schon aus...

Traubenberg
Doch nicht nur Essbares wurde verkauft. An fast jeder Straßenecke gab es einen kleinen Flohmarkt, einen Kunsthandwerker oder wie hier einen Bücherverkauf.


Bücherverkauf
Mir persönlich gefällt die Szene mit den ins Buch vertieften Herren sehr gut, und das alles in diesem Gewusel der Straße.

Unsere nächste Station war der Monserrate, der Hausberg Bogotás und etwa 3100m hoch. Doch dazu im nächsten Teil auf diesem Kanal.

Bis demnächst
Markus









Sonntag, 30. Juni 2013

Save the dates - LandesFOTOschau, BezirksFOTOschau

Hallo liebe Leser,

heute melde ich mich mit einem kleinen Werbebeitrag für die Landes- und Bezirksfotoschau.

Die DVF Landesfotoschau findet in diesem Jahr vom 28.9.2013 bis 12.10.2013 im Donaueinkaufszentrum statt. Die Fotografische Gesellschaft Regensburg hat die Ehre die Ausstellung zu organisieren.
Der Einsendezeitraum ist allerdings so gut wie abgelaufen. Dennoch lohnt es sich bei der Ausstellung kurz vorbeizuschauen. Ferner findet in der Gaststätte Spitalkeller am Samstag den 13.7.2013 die öffentliche Jurierung der Bilder statt. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es durchaus interessant ist, wie eine derartige Jurierung abläuft. Weitere Infos  hier.

Was die DVF Bezirksfotoschau betrifft, so gibt es hier bei den Teilnahmebedingungen einen kleinen Unterschied. Teilnahmeberechtigt sind alle Fotografen aus Niederbayern und der Oberpfalz. Die Bilder dürfen vom 12.-24.August eingereicht werden, also auf geht's! Die Foto Blosn hat schon mehrfach das eine oder andere Bild hervorgebracht, welches bei der Bezirksfotoschau nicht nur Annahmechancen hätte.
Die Ausstellung findet dann vom 2.November an in Teublitz statt. Nähere Infos gibt es hier.

Bis demnächst

Markus

Sonntag, 5. Mai 2013

Unterwegs mit der Foto Blosn - Stadträume

Hallo liebe Leser,

am 20. April hatten wir wieder unser regelmäßiges Treffen mit gemeinsamen Fotografieren. Das Thema war diesmal etwas, sagen wir mal, "seltsam". Irgendwie sollte dabei festgehalten werden, wie Raum ausgenutzt wird. Zugegeben ich konnte damit nicht allzu viel anfangen und so sehen auch meine Bilder aus.

Treffpunkt war diesmal in Königswiesen, in der Nähe der Hochhäuser. Eigentlich die richtige Location für dieses Thema. Allerdings musste ich feststellen, dass dies eher eine triste Gegend ist. Anscheinend sind dennoch einige Bilder dabei entstanden, wie man hier sehen kann http://www.flickr.com/groups/regensburger_foto_blosn/discuss/72157633290198543/

Während wir uns also so langsam durch diese Häuserschluchten kämpfen, bekommen wir plötzlich Gesellschaft von einem etwas besorgten Anwohner. Auf die Frage was wir da machen, kam logischerweise die Antwort "Fotografieren". Daraus ergab sich folgender Dialog.

Anwohner: Was fotografiert ihr?
Wir:           Wir sind eine kleine Gruppe Amateurfotografen und wir treffen uns jeden Monat zu einem                             bestimmten Thema. Und heute haben wir das Thema Stadträume.
Anwohner: Ah, hab da des schon gedacht. Ihr seht's ned aus wie Autodiebe.
Wir:           Autodiebe?
Anwohner: Ja die haben uns in den letzten Monaten sieben Autos aufgebrochen, auch in der Tiefgarage.
                  Und mei Frau sag a no, die fotografieren die Tiefgarageneinfahrt. Und solange ich ned                                   nachschau, solange gibt mei Frau koa Ruh'.
Wir:           Na keine Sorge, wir fotografieren nur. Den Polen haben wir heute gar ned dabei.
Anwohner: Hahahahahaha...ja dann is alles klar.

Wir plauderten noch etwa eine halbe Stunde mit dem Guten und zogen dann weiter. Leider waren wir dann schon wieder fast am Ausgangspunkt angelangt und wir haben überlegt, ob wir nicht einen Locationwechsel vornehmen sollten. Schnell kam die Idee auf, die Uni aufzusuchen. Dann kam plötzlich die Polizei vorbei und fragte uns, was wir hier täten. Antwort, logisch, "fotografieren". Und dann haben wir den zwei Ordnungshütern, welche nicht mal aus dem Streifenwagen aussteigen wollten wer wir sind und was wir machen. Eben die gleiche Leier, wie schon beim besorgten Anwohner zuvor. Die Herren in Grün lachten und meinten bloß, dass sie gezwungen sind nach dem rechten zu sehen, wenn jemand besorgt anruft. Und so schnell wie sie gekommen waren, sind sie auch wieder verschwunden, ohne überhaupt unsere Ausweise zu kontrollieren. Erst dann konnten wir zur Uni fahren, also ein Teil der Gruppe.

Ich bin ehrlich, auch hier gibt es von mir keine Bilder. Wir saßen gut eine Stunde in der Uni-Pizzeria und auch ein kurzer Spaziergang über den Campus war nicht wirklich produktiv.

Wie bereits oben erwähnt, sind meine Bilder diesmal wirklich Schrott, weshalb ich ausnahmsweise keine Zeigen werde. Ich habe sie nur kurz gesichtet und mich dann dem Haufen Kolumbien-Fotos zugewandt. Die sind weitaus spannender und Bald gibt es auch welche zu sehen. Einige wenige sind hier zu sehen http://www.flickr.com/photos/markus_kolar/sets/72157633202529239/ 

Bis demnächst, dann auch wieder mit Bildern.

Markus

Samstag, 20. April 2013

Fotografie im Jahre 2025

Wir schreiben das Jahr 2025.

Nachrichten aus der Wirtschaft:

Absatzkrise in der Fotobranche.
Seit Jahren verbuchen die renommierten Hersteller Conan, Nokin, Pantex und Syno rückläufige Absatzzahlen. Und die Aussichten für die kommenden Jahre sind nicht wirklich besser. Nachdem Olumpys ende 2023 Konkurs anmelden musste, scheint jetzt einer der Großen kurz vor dem Abgrund zu stehen, denn die Zahlen für das abgelaufene Quartal weisen einen Verlust von umgerechnet 100 Mio. Euro aus.

Als Grund für die anhaltend rückläufigen Zahlen wird ein Phänomen genannt. Es scheint beim heutigen Fotografen, sofern man noch davon sprechen kann, nicht mehr wichtig, wo und zu welchem Zeitpunkt ein Bild aufgenommen wurde. Man zückt schnell sein Smartphone, welches mit einer mind. 40 MPix Kamera ausgestattet ist und knipst das Motiv ab. Und dann kommt Photoshop zum Einsatz. Hintergrund, Schärfeverlauf, Licht usw. wird hier schön sorgfältig und in aller Ruhe komponiert.

Nachdem Abode den Preis seiner Creative Suite  drastisch gesenkt hat (unter 200€) , ist heute praktisch jeder Hobbyknipser im Besitz einer legalen Lizenz. Dies war vor zehn Jahren noch anders. Abode schätzt, dass etwa 95% aller eingesetzten Lizenzen illegal waren, auch, oder gerade unter den ambitionierten und professionellen Fotografen.
Seit der Preisanpassung sind die Umsätze von Abode gestiegen und der Aktienkurs hat sich verdreifacht.

..........

Na mir war ein wenig langweilig und angeregt von einigen Äußerungen kam mir dieser Gedanke.
Wohl gemerkt, ich habe absolut nicht gegen Bildverbesserungen wie Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Schärfen, Zuschnitt oder die Beseitigung von Kleinigkeiten, etwa Sensorschmutz oder die eigene Füße beim Weitwinkel. Ich benutze auch keine OOC (Out Of Camera) Bilder, denn ich schieße auch immer in RAW. Da habe ich mehr Reserven, vorallem bei der Dynamik.

Allerdings käme ich nicht auf die Idee bei Bildern den HG komplett zu tauschen, den Schärfeverlauf zu ändern oder Elemente hinzuzufügen. Das ist definitiv keine Bildverbesserung mehr, das ist Bildveränderung oder gar Verfälschung.

Es ist auch irgendwie, na sagen wir grotesk. Da bucht man ein Modell und eine bestimmte Location und ersetzt dann den kompletten Hintergrund durch einen Holzverschlag oder Bokehscheibchen, welche man irgendwo aufgenommen hat oder per PS generiert hat.
Ich mache mir schon bei der Aufnahme Gedanken über den Schärfeverlauf und  vorallem den Hintergrund. es ist in meinen Augen sehr wohl entscheidenden zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort ein Bild aufgenommen wird. Ein Beispiel gefällig?

Steinerne Brücke in Flammen
Keine zehn Minuten später war dieses Spektakel vorbei. Auch wenn dieser Sonnenuntergang z.B. von den Winzerer Höhen aufgenommen worden wäre, hätte es sicher eine andere, wenngleich nicht unbedingt eine schlechtere.

Meiner Meinung nach heißt unser Hobby immer noch Fotografie, also etwa malen mit realem Licht, und nicht Fotoshopie, also malen mit Photoshop.

Der Text weiter oben ist  frei erfunden und evtl. Ähnlichkeiten mit Herstellernamen sind natürlich rein zufällig.


Gruß Markus


Freitag, 12. April 2013

Kolumbien - Wir sind zurück

Hallo liebe Leser,

melde mich mit einem kurzen Beitrag nach unserem Kolumbien-Trip. Wir sind heil wieder zurück, außer einer Diarrhö, sind wir beide gesund.

Schön war's und gleichzeitig anstrengend. Der Ausflug war kein Erhoungsurlaub, sondern vielmehr ein Abenteuer. Die langen Transatlantikflüge (jeweils gut 9500km), vier Inlandsflüge und zwei Überlandbusfahrten waren nicht ohne.

Wir haben die Megacity Bogotá, den Dschungel, die Kaffeezone und die Karibik gesehen. Ein schöner Querschnitt durch das Land also. Zwei  Wochen sind eigentlich zu wenig, aber mehr Zeit hatte wir leider nicht Verständlicherweise habe ich auch einige Bilder mitgebracht. Bis ich ein Paar Bilder zeige wird es noch eine Weile dauern, aber das Warten lohnt sich. Bis dahin gibt es Beiträge über die Blosn.


Also bis demnächst

Markus


Donnerstag, 21. März 2013

Unterwegs mit der Foto Blosn - Bilder die man hören kann

Hallo liebe Leser,

hier melde ich mich wieder mit einer kurzen Nachlese unseres monatlichen Treffens und gemeinsammen Fotografierens. Am Samstag , den 16. März war er wieder so weit. Diesmal hatten wir, aus meiner Sicht besonders schönes Thema, nämlich "Bilder, die man hören kann". Nun man stellt sich die Frage, was genau damit gemeint ist. Natürlich wird niemand ein Bild mit einem Sound-File unterlegen. Vielmehr geht es bei diesem Thema um ein Motiv, welches man automatisch mit einem typischen Geräusch verbindet. Als Beispiel sei hier der Musiker genannt, der z.B. gerade in die Saiten seiner Gitarre haut. Dagegen ist ein  stehender PKW nicht unbedingt ideal, obgleich auch ein Auto viel Lärm machen kann.

Wenn einem die Motivsuche schwerfällt, bedeutet das oft, dass man einfach durch die optischen Reize überfordert und abgelenkt wird. Ein kleiner Trick hilft hier weiter. Man setzt sich einfach irgendwo hin, schließt für eine Minute die Augen, und versucht möglichst viele Geräusche zu identifizieren. Auf diese Weise fallen einem die Motive quasi vor die Füße.

Man könnte meinen an einem schönen und sonnigen Samstag Nachmittag ist in Regensburg viel los, aber der Schein trügt manchmal. Und wenn man dann auch noch Geräusche suchen soll, wird aus der hektischen Stadt eine ziemlich ruhige.

Dennoch lassen sich mit dem Trick natürlich Motive entdecken. So rauscht die Donau unaufhörlich an den Beschlächten der Steinernen Brücke vorbei.


Donau

Das Format habe ich extra so gewählt, weil mir diese Breite mit der Fließrichtung des Wassers sehr gut gefiel.

Weil wir schon bei Steinen sind, also Kopfsteinpflaster. Jeder kennt das Geräusch wenn die Damen dieser Welt mit ihren Absätzen über die Sraße gehen....klack, klack,klack....


Klackklackklack
Nach diesem Ausflug zur Donau, wurde es mal wieder Zeit für einen Abstecher in ein Lokal. Es war mal wieder kalt und auch sehr windig. Auf dem Weg dahin sollten wir noch eine Gruppen von Straßenmusikern antreffen, also ein ideales Motiv.

Straßenmusikanten
Ich denke, das Bild ist gut hörbar. Die Belichtungszeit habe ich absichtlich länger gewählt, denn nur so kann man die Bewegung darstellen.

Natürlich haben die Passanten als Belohnung auch einige Münzen in den Beutel geworfen. Und das bot mir mein nächstes Motiv.

Verdienter Lohn
Auch hier habe ich die Belichtungszeit etwas länger gewählt, auch hier aus demselben Grund wie beim Bild der Musiker. Ruhende Münzen geben eben kein Geräusch von sich, springende dagegen schon.

Nach diesem Zwischenstopp wollten wir ja eigentlich in einem Lokal einkehren. Dabei erlebten wir aber etwas, von dem man glaubt, das gibt's doch nicht. Wir haben uns im Lokal einen Platz ausgesucht und wollten auch bestellen. Doch eine Bedienung kam gute zehn Minuten lang nicht vorbei. Als wir doch einen Kellner ansprachen und bei ihm eine Bestellung aufgeben wollten, kam die Ernüchterung. Er dürfe jetzt keine Bestellung aufnehmen, da im Moment zu viel los sei. In fünf Minuten vielleicht, meinte er. Nun als wir nach eben besagten fünf Minuten wieder nichts bestellen konnten, suchten wir ein anderes Lokal auf. Hier stand innerhalb von zwei Minuten das Bier auf dem Tisch. An dem Lokal, in dem wir nicht bestellen durften, steht wohl demnächst "Wegen Reichtums geschlossen".

So das war's wieder für heute. Die Bilder der Blosn gibt es hier zu sehen-->
http://www.flickr.com/groups/regensburger_foto_blosn/discuss/72157633020516200/#comment72157633055052310

Bis demnächst

Markus


Donnerstag, 28. Februar 2013

Unterwegs mit der Foto Blosn - Die dunklen Ecken der Stadt

Hallo liebe Leser,

lang lang ist es seit dem letzten Beitrag her. Diesmal habe ich wieder einen kurzen Beitrag über die Foto Blosn. Am 23. Februar fand unser monatlicher Stammtisch mit gemeinsamen Fotografieren statt. Das Thema lautete diesmal "Die dunklen Ecken der Stadt". Also keine schönen Postkartenmotive von Regensburg, sondern vielmehr die Schmuddelecken unserer wunderschönen Stadt. Zugegeben, es ist nicht so leicht Motive dieser Art auf den ersten Blick zu finden, aber es gibt sie. Immerhin gibt es im Altstadtgebiet an die 1000 Baudenkmäler, doch die unschönen Ecke sind dazwischen versteckt. Man muss sie nur suchen. Da wäre als Beispiel die Bausünde der Altstadt schlechthin, der Kaufhof, oder der Dultplatz.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass wir ein neues Gesicht, Georg, begrüßen dürfen.

Nach kurzer Themenbesprechung ging es auch schon los. Georg machte sich mit den Nikon Jungs, die ihm ggf. bei Problemen mit der Kamera helfen können, auf die Suche nach den dunklen Ecken.
Unser Weg führte uns gleich mal zu einem Klassiker der Schmuddelecken, dem Posthorngäßchen. Wenn man von der Goliathstraße hierher einbiegt, erlebt man einen kleinen Kulturschock. Die schicke Goliathstraße mit Boutiqen und Nobelhotel steht im krassen Gegensatz zu dieser Seitengasse. Hier blättert der Putz von den Hausmauern, Fenster sind vergittert und das Sonnenlicht dürfte sich nur gelegentlich hierher verirren.


Posthorngäßchen


Da das nördliche Ende des Posthorngäßchens in die Goldene Bären Straße mündet, entschieden wir uns gleich Richtung Donau zu gehen.

Mittlerweile waren wir doch gut eine dreiviertel Stunde unterwegs und es war, wie im Februar so üblich, kalt. Demzufolge gab es keine Einwände, als der Vorschlag aufkam, man könne sich in einem Lokal etwas aufwärmen. Auf dem Weg von der Donau zur Altstadt haben wir einen Hinterhof in der Ludwigstraße besucht. Mal sehen, welche Bilder dabei entstanden sind.

Nach einem wärmenden Zwischenstopp im Dicken Mann und insgesamt drei Bier später ging der Spaß wieder weiter.

Einer der sozialen Brennpunkte, wenn man das so nennen darf, befindet sich hinter dem Netto Markt am Arnulfsplatz. Dieser Supermarkt wird von den Einheimischen auch als Ghetto-Netto bezeichnet, denn der Name ist Programm. In den Sommermonaten findet man auf dem kleinen Platz zwischen Netto-Markt und Velodrom bereits zu Vormittagsstunden Alkoholleichen vor.
Eine solche Szenerie wäre für unser Motto hervorragend geeignet gewesen, die Kälte verhinderte aber derartige Motive.

Unweit des Marktes, in der Winklergasse, befindet sich ein traditionsreicher Waschsalon im 70er Jahre Stil. Nicht nur die Einrichtung, sondern auch die Maschinen dürften aus dieser Zeit stammen. Wie das in etwa aussieht, verrät das folgende Bild.

Waschsalon

Der Einsatz des Weitwinkelobjektivs war hier fast verpflichtend, denn so kommen die Linien schön zu Geltung. Ein leichter Retro-Filter passt meiner Meinung nach wunderbar zum Motiv.

Von hier aus ging es, wieder aufgewärmt, jedoch hungrig, zur Stammtischkneipe. Auf dem Weg dahin, von der Oberpfalzbrücke kommend, ist das alte Möbelhaus Wangler nicht zu verfehlen. Ein Betonbunker aus den 60er oder 70er Jahren, der schon recht lange ein einsames Dasein fristet. Ich denke im Inneren des Gebäudes gibt es nicht mehr viel zu holen, fotografisch gesehen, was auch nicht unsere Absicht war. Ein Bild möchte ich dennoch nicht vorenthalten, welches auf dem frei zugänglichen Vorplatz gemacht wurde.


Ausstellungsstück

So das war's wieder für heute.

Die Bilder der Blosn Mitglieder sind hier zu finden http://www.flickr.com/groups/regensburger_foto_blosn/discuss/72157632847191122/.

Der nächste Stammtisch findet am Samstag den 16.März statt. Das Thema lautet diesmal "Bilder die man hören kann".


Bis demnächst

Markus
  





Mittwoch, 30. Januar 2013

Unterwegs mit der Foto Blosn - Minimalismus

Hallo liebe Leser,

es war mal wieder so weit. Das Jahr 2013 bescherte uns am 26. Januar den ersten Stammtisch der Foto Blosn. Diesmal lautete das Thema "Minimalismus". Soweit ich mich erinnern kann, war das ein Vorschlag von Jürgen.

Worum geht es bei diesem Thema eigentlich? Nun die Hauptaufgabe ist es, mit so wenig Bildelementen wie möglich zu arbeiten. Eine relativ einfache Möglichkeit ist die Verwendung einer lichtstarken Festbrennweite mit f1.4 oder f1.8. Dadurch wird das Hauptmotiv vom Hintergrund schön gelöst. Doch es geht auch ohne solche Objektive. Hierfür bieten sich homogene Oberflächen wie Glas, Wasser, Holz o.Ä an. Wie so etwas aussehen kann, zeigt das folgende Bild, welches schon etwas älter ist.

Herbstliche Stille
Die Wirkung der minimalistischen Darstellung wird noch zusätzlich verstärkt, indem man sich auf wenige Farben, im Idealfall eine, beschränkt. Das Blatt schwimmt auf einer ruhigen Wasseroberfläche und eben diese macht es aus. Bei Blende f5.6 kann man kaum eine vernünftige Freistellung erwarten, was hier auch nicht von Nöten ist.

Sage und schreibe zwölf Blosn Mitglieder sind an diesem eisigen Januarsamstag mit von der Partie gewesen. Nun diese Anzahl ist für einen Januar sehr gut, und wir durfte ein neues Mitgleid, Harry aus Maxhütte, begrüßen. Mit welcher Kameramarke er unterwegs war? Klar Pentax, was sonst ;).

Eine weitere Info gleich vorweg. Die Bilder der Blosn Mitglieder können wie immer in unserer Flickr Gruppe bewundert werden, konkret hier --->  http://www.flickr.com/groups/regensburger_foto_blosn/discuss/72157632625073158/

In drei Gruppen ging es nach kurzer Themabesprechung los. Ich hatte es zunächst auf diese kleinen Details an den Häusern abgesehen. Sprich ein Schild, welches den Weg zum nächsten Hydranten oder Gasabsperrhahn zeigt. Dabei fiel mir in der Nähe des Dampfnudel Ulli dieses Motiv auf.

Gas
Es war nicht das Schild, sondern diese vier Flächen, von denen jede einen eigenen Farbton hatte, was mich fesselte. Das Schild erfüllt den Minimalismusansatz. Mir war schon bei der Aufnahme klar, dass ich dieses Bild einer SW-Umwandlung unterziehen werde. Dadurch kommen die unterschiedlichen Schattierungen der Flächen noch besser zur Geltung.

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass dieser Samstag recht kalt war. Demzufolge gab es auch keine Gegenstimmen als der Vorschlag aufkam, sich in einem Lokal bei einem Kaffee aufzuwärmen.
Dabei wurde natürlich über die Fotografie gelabert, was sonst. Nach gut einer dreiviertel Stunde Zeitverlust, dafür aber wieder mit geschmeidigen Fingern am Abzug, ging es weiter. Naja eigentlich ging es schon langsam Richtung Spitalkeller. Wer kann uns das verdenken.

Auf dem Weg dorthin entstand das folgende Bild.

Überlebenskünstler

Mir gefiel der homogene Hintergrund, sowie die Tatsache, dass man außer der Pflanze kaum was anderes sieht. Auch hier ist der Minimalismusgedanke erfüllt.
Die Belichtungsmessung lässt sich bei Schneeaufnahmen oft ein wenig täuschen. Da ich das Bild aber in RAW aufgenommen habe, ist es kein Problem. Hier noch ein Tipp für Aufnahmen im Schnee. Die Aufnahme sollte einen Tick überbelichtet sein, so etwa 1/3 bis 2/3 Blende. Dann wird der Schnee nicht bläulich, sondern wirklich weiß.

Mit diesem Tipp verabschiede ich mich für heute.

Bis demnächst

Markus