Ein Blog rund um die Fotografie und die Regensburger Foto Blosn

Mittwoch, 24. Juli 2013

Jurierung LandesFOTOschau

Hallo liebe Leser,

diesmal wieder ein kurzer Beitrag zwischendurch. Die Jurierung der Bilder ist abgeschlossen, genauer gesagt fand das Ganze schon am Samstag den 13. Juli statt.
Insgesamt galt es über 1600 Bilder zu jurieren, was zur Folge hatte, dass jeder der "Nummerngirls" an die 400 Bilder vom Stapel holen und der Jury zeigen musste. Und das war nur der erste Durchgang. Aus den mehr als 400 Annahmen wurden in einem weiteren Durchgang die Medaillen und Urkunden ausgesucht, was wiederum bedeutete, dass jeder Helfer etwa 100 weitere Bilder der Jury vorführen musste.
Leider hatte ich keinen Schrittzähler dabei aber es dürften mehrere Kilometer an Wegstrecke gewesen sein.

Mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden. Ich hatte auf 2-3 Annahmen gehofft, geworden sind es zwei. Ein wenig enttäuscht bin allerdings ob der Tatsache, dass nur eines der Bilder auch in der Ausstellung hängen wird.

Ein Urteil über die Jury steht mir an dieser Stelle nicht zu, denn dafür hängt mein Arsch zu niedrig. Sicher die eine oder andere Annahme wäre super gewesen, schließlich hatte ich drei Lichtbilder des Monats der FGR eingereicht und "nur" eines wurde angenommen. Aber so ist das nunmal....die Geschmäcker der Juroren sind sehr unterschiedlich.

Was ich allerdings schon sehr schade finde, ist die Tatsache, dass manche Bilder nicht einmal zwei Sekunden von den Juroren betrachtet wurden, obwohl sie es verdient hätten. Viele Bilder hatten nicht diesen WOW-Effekt auf den ersten Blick, sondern sie erschlossen sich dem Betrachter erst bei längerer Betrachtung.
Das ist insofern schade, als dass der Autor sehr viel Arbeit in das Bild gesteckt hat. Neben der Aufnahme selbst steckt womöglich noch eine Bearbeitung dahinter. Dann kommen noch die Kosten für den Druck und das Passepartout. Da hat das Bild meiner Meinung nach mehr als zwei Sekunden Aufmerksamkeit verdient. Das ist allerdings ein Systemproblem bei so großen Wettbewerben. Bei der BezirksFOTOschau sieht es etwas anders aus. Es werden etwa 300 Bilder eingereicht, wodurch die Juroren nicht derart unter Zeitdruck stehen.

Einige Impressionen der Jurierung sind hier zu sehen.

So das war's für heute.

Bis demnächst auf diesem Kanal.

Markus

Unterwegs mit der Foto Blosn - Landshuter Hochzeit

Hallo liebe Leser,

unser letzter gemeinsamer Fotoausflug ist schon eine Weile her. Im Juni trafen wir uns zum gemeinsamen Fotografieren am regensburger Bahnhof....um zur Landshuter Hochzeit zu fahren. Das Thema war eine Art Street-Fotografie auf bei der Landshuter Hochzeit samt dem Lagerleben. 

Leider hat uns das Wetter etwas übel mitgespielt....es regnete in Strömen. Nicht dass das ein Problem für die Kamera oder die Fotografen wäre, aber es war einfach von diesem bunten Treiben auf dem Stadtplatz und auch im Lager wenig zu sehen. Wenn dann doch eine Gruppe unterwegs war, dann wurde die Sicht durch jede Menge Regenschirme verdeckt. Aus diesem Grund habe ich so gut wie keine verwertbaren Bilder außerhalb des Lagerplatzes. 

Und so kam es wie es kommen musste, wenn eine Gruppe Männer unterwegs ist. Früher oder später landet man im Wirtshaus auf ein Bier. In unserem Fall war das eine Art Bierzelt auf dem Lagerplatz. Und dann geht das Fachsimpeln und Herumexperimentieren auch schon los. Und das kommt dabei raus...

Ernst
Schaut gar nicht so ernst, der Ernst.

Nach einer Schweinshaxe und drei Weißbier tat sich draußen tatsächlich ein wenig der Himmel auf und die Sonne kam durch. So stürmten wir alle aus dem Bierzelt, denn wer weiß schon wie lange das Wetter trocken bleibt. Das Tele auf die Kamera geschraubt und schon ging es los.

???
Ich habe nicht die geringste Ahnung was die Kleine (ist es überhaupt ein Mädchen) da vorher gemacht hat....und ich will es eigentlich gar nicht wissen. Ich fand die Szene unterhaltsam.

Es gab auch wieder Herren mit, diesmal seltsamen, Hüten. Scheint so als hätte ich da in letzter Zeit ein Faible für. Beispiele gefällig?


Herr mit Hut, die Erste
Das ist mein Lieblingsbild des Events. Das 70-200 macht sich auch vom Bokeh her wunderbar.

Herr mit Hut, die Zweite
Leute ich weiß nicht was für ein Vieh er da auf dem Kopf hat, aber das ist mir auch egal. Es sieht gut aus und wirkt authentisch.

Weitere Bilder der Blosn Mitglieder sind wie immer hier zu sehen.

Die Zeit verging viel zu schnell und wir mussten wieder zum Zug. Am Bahnhof lernten wir den netten Getränkeverkäufer kennen, der uns mit Sprüchen wie "Es is glei hoibe neine, super Zeit für a hoibe...a Feierabenhoibe" oder später im Zug "Prosecco für die Frau" unterhalten hat. Wohlgemerkt der Mann ist vermutlich ein Inder, aber beherrscht die bayerischen Verkaufssprüche hervorragend.

So das war's dann schon wieder.

Bis demnächst auf diesem Kanal

Markus









Freitag, 19. Juli 2013

Kolumbien - Bogotá Teil 1.

Hallo liebe Leser,

hier melde ich mich wieder nach einer sehr langen Pause. Diesmal nicht mit einem Foto Blosn Thema, sondern mit einem kurzen Beitrag aus unserem Abenteuerurlaub in Kolumbien. Ooh wie schön ist Kolumbien....es gibt viel zu erzählen

Fangen wir doch ganz einfach mal mit Bogotá an. Die Hauptstadt des Landes liegt auf etwa 2600m ü.N.N., inmitten der Anden auf einem Hochplateau. Obwohl nur etwa vier Grad nördlich des Äquators gelegen, überschreitet die Tageshöchstemperatur eher selten die 20°C Marke.

Bogotá war für uns eigentlich eine Art Drehscheibe und Ausgangsbasis für unserer mehrtägigen Ausflüge in Kolumbien. Dazu zählten der Amazonas, die Kaffeezone und die Stadt Cartagena in der Karibik. Hierzu werden nach und nach Beiträge folgen.

An unserem ersten Tag in Bogotá war ich natürlich sehr gespannt und auch ein wenig aufgeregt. Was hat diese Millionenstadt (ca 7,5Mio Einwohner) alles zu bieten. Wie sind die Menschen, die Atmosphäre usw. Man hört ja viele Geschichten über Bogotá. Und alle haben Eines gemeinsam, nämlich die Gefahr überfallen zu werden. Nun man fühlt sich hier nicht ganz so sicher wie in Deutschland, aber wenn man einige Regeln beachtet, lässt sich die Gefahr minimieren. So sollte man sich vorher informieren, welche Gegenden man als offensichtlicher Tourist aufsuchen kann und welche Viertel man lieber meidet.

Am ersten Tag, ein Sonntag, war in den Straßen Bogotás eine Art Straßenfest und die Ciclovía. So konnte ich das Straßenleben und einige Straßenkünstler fotografieren.

Konzentriert
Ein Tisch und ein Schachspiel und schon wird am Straßenrand gespielt. Das Getümmel war hier recht groß und ich musste mich regelrecht durch die Menschenmassen kämpfen um eine halbwegs geeignete Position für das Foto zu finden.


Einer der bekannten Straßenmusiker in Bogotá ist wohl dieser Herr. Als ich den Mann ablichten wollte begann er extra für mich zu posen. Paar Tausend Pesos hat er natürlich auch bekommen.

Let's Rock

Ich persönlich finde den Hintergrund sensationell gut passend zur Szene, vorallem diesen farblichen Einklang der Wand und der Hose.

Natürlich gab es hier auch sehr viele mobile Verkaufsstände mit allen erdenklichen Leckereien, allerdings konnte ich der Versuchung widerstehen. Hier gilt ganz klar die Regel: "Cook it, or peel it, or leave it", außer man möchte später ein unangenehmes Urlaubsmitbringsel sein Eigen nennen. Obwohl lecker sieht es schon aus...

Traubenberg
Doch nicht nur Essbares wurde verkauft. An fast jeder Straßenecke gab es einen kleinen Flohmarkt, einen Kunsthandwerker oder wie hier einen Bücherverkauf.


Bücherverkauf
Mir persönlich gefällt die Szene mit den ins Buch vertieften Herren sehr gut, und das alles in diesem Gewusel der Straße.

Unsere nächste Station war der Monserrate, der Hausberg Bogotás und etwa 3100m hoch. Doch dazu im nächsten Teil auf diesem Kanal.

Bis demnächst
Markus