Ein Blog rund um die Fotografie und die Regensburger Foto Blosn

Samstag, 29. November 2014

Ein Tag im Seniorenheim ... mit der Blosn

Hallo liebe Freunde,

heute gibt es ein Thema, welches mir besonders am Herzen liegt. Es ist fotografisch gesehen wohl eines der schweren Themen, die man bearbeiten kann. Ingo hatte die Idee einen Tag lang im Seniorenheim einen der Bewohner durch den Tag zu begleiten und dies festzuhalten. Als ich von dem Thema hörte, dachte ich mir "Ach du Sch....".

Alles war natürlich mit der Heimleitung, den Bewohnern und deren Angehörigen abgesprochen. Wir erhielten einige Zusagen mit entsprechenden Model-Release-Verträgen. Somit ist es rechtlich auch absolut wasserdicht, dass ich hier die Bilder der Personen zeige. Dies sei nur erwähnt, falls einer der gelangweilten und abmahnwütigen Juristen auf die Idee kommen sollte, hier etwas zu versuchen.

Aber wie geht man so ein Thema überhaupt an. Ehrlich ich hatte keine Ahnung, aber ich wollte sicher nicht reinmarschieren und gleich Fotos machen. Ich entschied mich dafür erstmal mit den Damen ins Gespräch zu kommen(es waren tatsächlich zunächst nurFrauen). Schließlich kannten sie weder mich noch umgekehrt. Und so kam es, dass ich tatsächlich in der ersten Stunde nicht ein  Foto gemacht habe. Ichunterhielt micheinfach mit den Ladies, und zwar über Gott und die Welt. So langsam hatte ich das Gefühl, dass das Eis gebrochen war und ich auch die Kamera in die Hand nehmen konnte.

Spätestens als mir Frau H. einen Sitzplatz auf ihrem Rollator anbot, wusste ich, jetzt kann es losgehen. Zum Sitzplatz sei noch soviel angemerkt. Man kann sich im Aufenthaltsraum nicht einfach auf einen beliebigen Stuhl setzen, denn es gibt eine feste Sitzordnung. Manche haben monatelang für einen der wenigen Plätze direkt am Fenster gekämpft.

Aber genug der Worte, jetzt gibt es Bilder.

Bastelstunde mit Frau H.
Auf dem Tagesprogramm stand Basteln von Weihnachtskarten. Die Damen waren mit vollem Einsatz bei der Sache und ich konnte sie dabei ablichten. Das kam meinem Plan sehr entgegen, denn Eines wollte ich auf jeden Fall vermeiden....gestellte Fotos.

Während fleißig an den Karten gearbeitet wurde, legte Helga, die gute Seele des Hauses Fröhliche Tanzmusik auf und natürlich wurde dann das Tanzbein geschwungen.

Flotter Tanz
Ich habe mich, wie man sieht, für eine SW Umsetzung der Bilder entschieden. Dies hatte zwei Gründe. Zum Einen war das Licht eine furchtbare Mischung aus Tageslicht, Decken und Wandleuchten. Zum Anderen finde ich, dass SW hier sehr gut passt, denn so ist die Person im Mittelpunkt, und nicht z.B. die farbenfrohe Bekleidung der Personen. Auch auf einen Blitz habe ich verzichtet, denn die Stimmung sollte erhalten bleiben. Es kann jetzt also sein, dass so manches Bild ein wenig rauscht, besonders dann, wenn die ISO über 10 000 liegt.


Manchmal hat man von Altenheimen ein schlechtes Bild. Denn von Zeit zu Zeit hört man in den Medien von Misständen in den Einrichtungen. Dieses Bild hatte ich hier definitiv nicht. Im Gegenteil, ich wusste bis zu diesem Tag gar nicht wie rührend sich die Pflegerinnen um die Bewohner kümmern. Die folgenden Serie lasse ich einfach auf euch wirken.








Die Dame auf den letzten zwei Bildern ist 101 Jahre alt und trinkt leidenschaftlich gerne jeden Tag eine Tasse Cappuccino. So ungesund kann Kaffee also gar nicht sein.
Was das Rauchen betrifft, bin ich mir da nicht so sicher...

Raucherpause
Sport hält Jung wie das folgende Bild von Herrn J. bei der Gymnastik beweist

Sport hält fit



Es gibt natürlich auch Freundschaften unter den Bewohnern, denn oft haben diese Menschen keine Verwandtschaft mehr, oder sehen sie nur sehr selten.

Ziemlich beste Freundinnen


Als letztes möchte ich ein Bild präsentieren, welches die Freundschaft unter den Bewohner eindrucksvoll beweist. Es zeigt die Hand von Frau H. und ihrer guten Freundin, die nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt und nicht mehr sprechen kann. Sie freut sich aber über jeglichen Kontakt zu anderen so sehr, dass sie häufig in Tränen ausbricht. Laut Helga ist auch das eine Folge des Schlaganfalls, der dazu führen kann, dass man seine Gefühle nicht mehr so gut kontrollieren kann.

Innige Freundschaft

So das war's wieder für heute. Na nicht ganz. Nach so vielen Bildern möchte ich noch paar allgemeine Worte verlieren.

Erstmals gilt mein Dank an Ingo Maschauer, der diese fantastische Aktion mit seinem Vitamin B perfekt organisiert hat. Ingo das war echt Wahnsinn.

Ich möchte aber auch der Heimleitung und den Bewohner danken, die uns das alles ermöglicht hat. Für mich war das eine völlig neuartige Situation und ich war mir nicht sicher wie das letztendlich abläuft.

Danken möchte ich aber auch Helga, der guten Seele des Hauses, die sich so unglaublich hingebungsvoll um die Menschen kümmert. Für sie ist dies nicht einfach ein Beruf, für sie ist es eine Berufung. Wie sagten die Bewohner: "Ein Tag, an dem Helga krank ist oder Urlaub hat, ist ein verlorener Tag". Ich denke das sagt alles über deren Beziehung.

Ich bin aber auch ein wenig wütend. Wütend darüber wie wenig diese harte Arbeit am Mitmenschen gewürdigt wird, sowohl finanziell als auch gesellschaftlich. Die Menschen die hier arbeiten haben einfach keine Lobby in der Politik. Und so schiebt man lieber Milliarden der Pharmaindustrie oder Banken in den Hals, als dass man diese Arbeit gerecht würdigt.

Irgendwo, leider weiß ich nicht mehr wo, habe ich ein sehr passendes Zitat gelesen:

Den Charakter einer Gesellschaft erkennt man an ihrem Umgang mit den alten Mitmenschen.


Jeder möge sich selbst Gedanke dazu machen




So jetzt ist aber wirklich Schluss.

Bis demnächst
Markus












Donnerstag, 9. Oktober 2014

Korsika - Calanche

Hallo liebe Leser,

nach fast zwei Monaten Stille melde ich mich wieder. Es war auch so einiges los. zwei Wochen Korsika, zwei Hochzeiten, ein Hüttenwochenende im Zillertal und natürlich jede Menge Fotos.

So mache ich jetzt mit einem ersten kurzen Beitrag über Korsika weiter. Anders als bei meiner Kolumbien Serie werde ich nicht chronologisch vorgehen, sondern eher thematisch.
Zunächst werde ich die Landschaft in Korsika abhandeln und dann die Städte und Dörfer.

Wenige Kilometer südlich der Ortschaft Porto ragen rötliche Felsformation aus dem Meer, die Calanches. Der rötliche Granit ragt hier an der Ostküste mehrere hundert Meter aus dem Meer. Natürlich kann man hier nicht mit dem Auto direkt zur Küste fahren. Von der D81 führt ein Wanderweg nach ca. 30 Minuten zu den Felsformationen.


Calanche 1

Besonders am frühen Abend wenn die Sonne tief steht, scheinen die Felsen förmlich zu glühen.

Calanche 2
Besonders der Kostrast der Farben orange und blau wissen zu gefallen.
Sieht man sich ein wenig um, so entdeckt man sehr interessante Formen und Details. Hier sind zwei Beispiele.


Calanche 3
und


Calanche 4
Zugegeben, das letzte Bild sieht ein wenig obszön aus, aber was soll's.

Um dem Ganzen Farbenspiel einen weiteren Kontrast zu verpassen habe ich noch ein SW-Bild.

Calanche 5
Das war es schon wieder mit dem ersten Beitrag über Korsika....kurz und knackig. Der Ausflug in die Calanches war auch eher was für zwischendurch und nicht mal für eine Halbtagestour. Dennoch ein faszinierendes Stück Erde.

Ich hoffe mit diesem Beitrag konnte ich einen kleinen Vorgeschmack auf das geben, was in den nächsten Beiträgen aus Korsika folgen wird. Ich kann schon mal versprechen, es warten noch spannende Bilder auf euch.

Bis demnächst

Markus





Montag, 21. Juli 2014

Foto Blosn in Prag

Hallo liebe Leser,

noch ganz benebelt vom vierten Stern geht es jetzt ganz nüchtern weiter mit einem Blosn Beitrag.

Irgendwann im März kam Ingo auf die Idee ein Wochenende in Prag zu verbringen und ob ich die Orga übernehmen könnte. Gesagt getan, und so ging es am Freitag den 21.Juni mit dem Prag Spezial der Deutschen Bahn in die Goldene Stadt. Es dürfte wohl jedem klar sein, dass wir auf dem Weg im Zug schon das eine oder andere Bier getrunken haben. Wir, das sind Hannes, Andreas und Tom. Ernst hat schon eine Woche früher seine Zelte in Prag aufgeschlagen und für uns die wichtigen Sehenswürdigkeiten abgecheckt. ;-).
Das Hotel, mit einem Hauch von K und K Monarchie ist fünf Minuten von einer U-Bahn Haltestelle entfernt.

Und so machten wir uns nach der Ankunft gleich auf die Suche nach einem guten Lokal für das Abendessen. Dank Ernst, der das Lokal schon mehrfach getestet hat, haben wir in der Nähe der Karlsbrücke ein wunderbaren Abendessen zu uns genommen. Und das Beste war, dass die Preise wirklich moderat waren. So kostete ein Bier 40 Kronen, was etwa 1,50€ entspricht.

Nach dem Essen ging es dann eben gleich zur schon erwähnten Karlsbrücke. Hier bietet sich ein fantastischer Blick auf den Hradcin.

Hradcin mit Karlsbrücke

Auf diesem Bild macht die Stadt ihrem Namen, Goldene Stadt, alle Ehre.
Zum Einsatz kam das Pentax DA 35mm f 2.4 , also ein Objektiv für ca 150€.

Zur fortgeschrittenen Stunde fuhren leider keine U-Bahnen mehr, und da wir noch nicht wirklich müde waren, machten wir uns auf zum Altstädter Ring mit der berühmten astronomischen Uhr. Der Durst hat sich natürlich auch wieder gemeldet, und so haben wir uns ein Lokal gesucht. Unser Fehler war lediglich, ein Lokal direkt neben der o.g Uhr zu nehmen. Hier kostete das Bier 120Kronen, also etwa 4,50€ für 0,4l.

Für den Samstag haben wir uns den Hradcin selbst vorgenommen. Zu unserem Entsetzen mussten wir feststellen, dass dies wahrscheinlich der unsgünstigste Zeitpunkt für einen Besuch ist. Der Platz vor dem St. Veits Dom ist stellenweise so voll, dass man nicht umfallen kann. Bei der Besichtigung von manchen Gebäuden wird man schon mal Blockweise abgefertigt und man warten sehr lange, bis es vorwärts geht.  Aber gottseidank gibt es auch hier eine Kneipe mit halbwegs moderaten Bierpreisen.

Nach einem deftigen Mittagessen mit den typisch böhmischen Knödel drehten wir noch eine Runde durch die Kleine Seite. Hier ist alles ein wenig ruhiger und wenn man die Touristenstraßen verlässt, wird es richtig beschaulich.

An diesem Samstag spielte die deutsche Elf gegen Ghana. Und so machten wir uns recht bald auf den Weg zurück zum Hotel um einen guten Platz in der Hotelbar zu ergattern. Hier konnte wir lecker Abendessen und das Spiel anschauen. Wie sich rausstellte, war unserer Sorge, dass wir keinen guten Platz mit Sicht zum Fernsehgerät bekommen, absolut unbegründet.

Am Abreisetag wollten wir nochmal einen kleinen Streifzug durch die Stadt machen. Ernst war ja schon einige Tage vorher angereist und hat ein wunderbares Gebäude gefunden. Im Haus der Schwarzen Madonna befindet sich ein schickes Café im Stil der 20er Jahre des 20 Jh. Doch der eigentliche Star des Hauses ist das Treppenhaus.

Glühbirne

Ich frage mich, wie man als Architekt auf die Idee kommt, ein Treppenhaus in der Form einer Glühbirne zu entwerfen. Egal....in jedem Fall genial.

Da ich kein Stativ dabei hatte, musste ich die Kamera auf den Boden legen. Normalerweise ist dann aber das Ausrichten der Kamera ein Glücksspiel. Doch Pentax bietet mit der FluCard die Möglichkeit die K3 über das Smartphone, Tablet oder PC zu steuern und mit Hilfe eines Livebildes in diesem Falle auch auszurichten. Dabei ist es egal ob Windoof, MacOS, Linux, Android oder iOS.
So konnte ich das Bild schon komponieren, während die Kamera auf dem Boden lag.

 Im Anschluss wollten wir noch den alten jüdischen Friedhof besuchen, doch der Eintritt von 300Kc war uns doch zu viel. Durch eine Öffnung in der Friedhofsmauer konnten wir dennoch Bilder machen, und das ganz umsonst. Das Geld war dann wiederum wesentlich besser in Essen und Bier angelegt.

Und falls jemand bezweifelt, dass wir wirklich in Prag waren, hier der endgültige Beweis.

Blosn in Prag


So liebe Leser, das  war es auch schon wieder für heute. Ich hoffe ihr könnt auch nun wenigstens ansatzweise vorstellen, wieviel Spaß wir in Prag hatten.

Bis demnächst

Markus





Dienstag, 10. Juni 2014

Pentaxians Usertreffen Regensburg 2014

Hallo liebe Leser,

heute gibt es mal wieder Werbung in eigener Sache.

Am kommendem Wochenende findet in Regensburg das Usertreffen des PENTAXIANS - Forum statt. Hier gibt es nähere Infos zum Programm und zum Treffen selbst.

Es werde ca 50! User aus ganz deutschland und sogar z.T. aus der Schweiz und Österreich erwartet. Und das Beste...jeder fotografiert mit der einzig  wahren roten Marke ....PENTAX.

Bis demnächst

Markus









Sonntag, 4. Mai 2014

Regensburger Originale

Hallo liebe Leser,

heute ist es wieder Zeit für einen kurzen Foto Blosn Beitrag. Das Thema war diesmal sehr ungewöhnlich und nicht unbedingt einfach zu bewerkstelligen. Ingo hatte die Idee, einige der Regensburger Handwerkeroriginale wie Musikhaus Wittl, Geigenbauer Goldfuß, Bayerischer Rundfunk Sendeanlage Hohe Linie, Schuhmacher Brosi, Bürsten Ernst und Feinkost Sarik.zu porträtieren.

Viele der Firmen zeigten sich von der Idee begeistert und die anfängliche Angst, dass nicht genügend Firmen mitmachen wollen, war schnell verflogen.
Dazu wurde mit den Firmen ein Termin ausgemacht, der nicht unbedingt in die Hauptgeschäftszeit fiel.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass die Firmen nicht einfach  deswegen mitgemacht haben, weil sie geglaubt haben kostenlos an gute Bilder zu kommen. Und wenn schon, so war das doch eine Angelegenheit, bei der beide Seiten profitiert haben. Die Firma bekommt gute Bilder und wir tolle  und spannenden Motive. Es mag sein, dass es eine Honorarordnung gibt, aber das war uns sowas von egal. Wir müssen diese nicht anwenden, denn wie der Name Ordnung schon sagt, ist es was für Sesselpfurzer. Wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß bei der Sache. Dies zeigen auch die Bilder der anderen Blosn Mitglieder Marc, Andreas, Martin und Ingo (einfach die Namen anklicken und genießen).

Ich hatte die Ehre beim Schuhmacher Brosi ein Paar Fotos machen zu dürfen. Nach anfänglicher Nervosität gelangen mir dennoch einige sehenswerte Bilder.


Golfschuhe

Und hier des Meisters Werkzeug...

Werkzeug

Ich frage mich, wofür ein Schuhmacher einen, bzw. hier zwei, Phasenprüfer braucht. Manch einer läuft wohl auf besonders heißen Sohlen;)

Leider habe ich keiner Bilder der Schuhherstellung. Denn obwohl Meister Brosi natürlich einen Maßschuh herstellen könnte, wird dies so gut wie nicht mehr angefragt. Sehr schade, aber ich denke dass bei einem aufwand von 30-40 Stunden pro Paar, kaum jemand bereit ist, den gerechten Lohn dafür zu bezahlen.

Somit beschränkt sich die Hauptarbeit auf Reparatur und Verkauf von industriell gefertigten Schuhen.
Doch auch die neuen Schuhe im Verkaufsraum wollen natürlich sauber präsentiert werden. Durch die Tatsache, dass die Werkstatt mit dem Verkauf verbunden ist, setzen die ausgestellten Schuhe innerhalb weniger Tage eine Staubschicht an. Somit muss der Meister mehrmals in der Woche die ausgestellte Neuware putzen und polieren.

Und so sieht das dann aus.

Sauber


Soderle, das wars auch schon wieder für heute, kurz und knackig.

An dieser Stelle möchte ich nochmal Ingo, dem Ideen-Gott, für die fantastisch kreative Idee und Organisation danken. Ich wäre ja nie auf so etwas gekommen. Und Ingo, lass dich nicht vom dummen Geschwätz und Gemecker verunsichern, vorallem nicht von Leuten, die meinen sowieso alles besser zu wissen. Ich wäre froh, ich hätte die Idee gehabt. Mach weiter so.

DANKE!!!


Bis demnächst,

Markus

Freitag, 18. April 2014

Kolumbien - Cartagena Teil 2


Hallo liebe Leser,

hier geht es jetzt weiter mit dem zweiten Teil von Cartagena, welcher auch gleichzeitig der letzte Teil über Kolumbien ist. Ich finde, nah einem Jahr darf diese Serie auch schon zu Ende gehen.

Nachdem wir beim letzten Mal etwas über die Stadt und ihre Geschichte  gelernt haben, gibt es jetzt wieder etwas Spaß.

Am ersten Tag sind wir beim schlendern durch die Stadt mehreren Gruppen begegnet, die zu Sambaklängen eine wunderbare Tanzperformance abgeliefert haben. Das ganze fand vor dem Kulturzentrum von Cartagena. Bis heute weiß ich nicht, was der Anlass dieser Veranstaltung war. Karneval war zu diesem Zeitpunkt schon zwei Monate her und für eine Osterfeierlichkeit waren die Outfits einfach nicht passend. Jede der Gruppen hatte ein eigenständiges Kostüm und eine Musikbegleitung. Es wird bunt.

Federpracht

Man beachte die Zahnspange ;)

Das ganze hatte schon einen Touch von Karneval in Rio, was noch zusätzlich durch die Sambarhythmen untermauert wurde.
Wie aufwändig die Kostüme und das Makeup war, zeigen die zwei folgenden Bilder.

Goldglitter

Aquaman
Das 70-200 machte hier an der K5IIs einen richtig guten Job. Feines Bokeh und tolle Schärfe.

So viel mehr gibt es diesem Event nicht zu sagen, auch nicht zu Cartagena. Irgendwo in einem der Reiseführer hieß es, Cartagen sei schon die Karibik. Nun so wie man sich die Karibik vorstellt ist das hier nicht. Diese entspannte easygoing Feeling ala Jamaica oder Domrep hat man hier nicht und man muss schon ein wenig mit dem Boot vom Festland wegfahren, um landschaftlich in diesen Genuss zu kommen. Und wenn man dann auch noch die Touristenzenren hinter sich lässt, ja dann kommt ein wenig das Paradies auf

Karibik


So mit diesem Bild schließe ich die Kolumbienserie, wird auch Zeit nach ziemlich genau einem Jahr. Was bleibt ist die Erinnerung an einen unglaublich abwechslungsreichen und spannenden Urlaub, mit zahlreichen Anekdoten. Faszinierende Landschaften, interessante Menschen und spannende Geschichten. Und dann bleibt da noch der Wunsch irgendwann den südamerikanischen Kontinent erneut zu besuchen. Wer mit dem Gedanken spielt Urlaub in Südamerika zu machen, dem kann ich Kolumbien absolut empfehlen.

Das war's für heute

Bis demnächst

Markus

Donnerstag, 27. März 2014

Kolumbien - Cartagena

Hallo liebe Leser,

Nach einer längeren Pause, die auch den Vorbereitungen meines Reisevortrags bei der FGR geschuldet war, geht es wieder weiter  mit Kolumbien.

Wir verlassen die Kaffezone und machen uns auf den Weg zur unserer letzte Station in Kolumbien, dem karibischen Norden in Cartagena.

Die Stadt liegt an der Nordküste Kolumbiens und gehört schon zur karibischen See. Wobei dieses Karibik-Feeling, wie man es sich von Jamaika vorstellt, bei mir so nicht aufkommen wollte. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Stadt sehr stark von der Kolonialzeit  geprägt ist. Dies spiegelt sich besonders an der Architektur innerhald der Festungsmauer wider. Was das genau bedeutet, zeigt dieses Bild

Cartagena bei Nacht
Viele prächtige Häuser mit den typischen Balkonen prägen den Altstadtkern. Vom Charakter her erinnert diese Stadt an Regensburg, denn auch hier gibt es schmale Gassen mit historischer Architektur. Und das alles ist auch noch innerhalb eines überschaubaren Altstadtgürtels. Nur ist Regensburg gut 1500 Jahre älter.

Aber Cartagena hat ebenfalls eine bewegte Geschichte . Im 17 Jh. war die Stadt der Hauptanlauf- punkt für alle Sklavenschiffe, die aus Afrika richtung amerikanischer Kontinent wollten. Hier war quasi der Hauptumschlagplatz der Sklaverei. Die Armen Seelen wurden hier direkt am Hafenbecken verkauft und dann an ihren endgültigen Bestimmungsort verschifft.

Dieser menschenunwürdige Handel hat der Stadt jedoch einen immensen Reichtum beschert, was natürlich auch Begehrlichkeiten  weckte. Cartagena wurde mehrfach angeggriffen, jedoch nie erobert. Dies hatte zwei relativ simple Gründe. Zum Einen die massive Stadtmauer, die stellenweise bis zu 15m! dick ist. Und zum Anderen wurden angeblich im Meer vor der Stadt knapp unterhalb der Waseroberfläche Steinmauern errichtet, so dass nicht ortskundige Kapitäne oder Schiffe ohne Lotsen hier auf Grund liefen. So waren sie dann leichte Beute für die Kanonen.

Wie nah die Stadtmauer am Meer ist, zeigt das folgende Bild. Gleichzeitig kann man die Dicke der Mauer etwas erahnen.
 
Stadtmauer in Cartagena

Und hier noch ein Bild, dass die Architektur und die engen Gassen zeigt. Um das geniale Sigma 8-16mm war ich hier sehr froh.

Straße in Cartagena



Doch auch hier ist der Gegensatz zwischen arm und reich sehr deutlich. Vielfach sind die Häuser sehr gepflegt, aber genauso sind manche Häuser dem Zusammenbruch nahe. In etwa so....


Verfall


Ein Spaziergang durch die Stadt bietet eine Unmenge an Motiven. Besonders der Architekturfreund findet hier ein Paradies vor. Und weil Sonnenuntergänge so kitschig sind und wunderbar zur Architektur passen, gibt es zum Abschluss des heutigen Beitrag ein solches kitschiges Foto.

Cathedrale von Cartagena

So liebe Leser, ich hoffe ich konne euch wieder ein Paar Minuten kurzweiliger Unterhaltung bieten.

Demnächst gibt es den letzten Beitarg über Kolumbien....also dran bleiben.

Bis demnächst

Markus





Donnerstag, 20. Februar 2014

In eigener Sache: Reisevortrag "KOLUMBIEN" bei der fotografischen Gesellschaft Regensburg

Hallo liebe Leser,

heute mache ich ein wenig Werbung in eigener Sache. Am 21.März 2014 halte ich einen Reisvortrag über Kokumbien bei der Fotografischen Gesellschaft Regensburg. Start ist um 20.00 Uhr in der Gaststätte Spitalkeller in der Alten Nürnberger Straße 12, in Regensburg.

Wie man sich denken kann, verlangt ein solcher Vortrag viel Zeit. Das ist der Grund, warum ich im Februar keinen weiteren Beitrag hier schreiben werde.

Wer hier fleißig mitgelesen hat, wird die eine oder andere Information auch im Vortrag wiederfinden. Auch die hier gezeigten Bilder werden gezeigt. Aber nätürlich zeige ich noch viel mehr in den geplanten 90 Minuten.

Der Eintritt ist frei und ihr seid natürlich alle herzlichst eingeladen.

Na denn....bis in vier Wochen




Sonntag, 26. Januar 2014

Kolumbien - Kaffeezone - Kolibris

Hallo liebe Leser,

ein gutes neues Jahr 2014 wünsch ich euch. Ja ich weiß, dass der Jahreswechsel paar Tage her ist, aber beruflich war ich jetzt doch recht stark eingespannt.

Mir fällt gerade auf, wie gut das Titelbild meines Blogs, Regensburg im Winter, gerade passt.

Jetzt aber genung gelabert.

Heute geht es in auf eine kleine Wanderung durch das Cocora Tal. Doch es soll nicht nur "sinnlos" rumgewandert werden. Das Zeil ist eine kleine Station auf 2500m ü.N.N. mit Kolibris.

Von Salento aus geht es mit sog. Bussen, zumindest bezeichnen die Einheimischen dieso so, direkt ins Cocora Tal. Die Busse sind jedoch umgebaute Jeeps mit Sitzplätzen auf der Ladefläche.

Nach einer halben Stunde Fahrt erreicht man das Cocora Tal und der Nationalbaum Kolumbien fällt einem sofort ins Auge, die Wachspalme. 

Wachspalmen im Cocora Tal
Die Palmen werden bis zu 60m hoch, wohlgemerkt wir sind hier auf etwa 2000m üN.N. Doch leider sind die Bäume vom  Aussterben bedroht. Die intensive Weidewirtschaft sorgt dafür, dass die jugen Pflänzchen von den Kühen gefressen werden. Wenn kein Schutz eingerichtet wird, so ist davon auszuhegehen, dass in 50-60 Jahren im Cocora Tal keine einzige Wachspalme mehr wächst. Angesichts der Bilder wäre das sehr sehr schade.

Auf dem Weg zu den Kolibris mussten wir insgesamt acht mehr oder weniger abenteurliche Brücken überqueren. Manchmal war es noch nicht mal eine Brücke, sondern ein Baumstamm mit einem Seil zum festhalten, so wie auf diesem Bild

Stabile Brücke
 Der beschwerliche und drei Stunden lange Weg zur Kolibristation hat sich dennoch gelohnt. Denn oben angekommen wurden wir von diesen lebhaften Gesellen begrüßt und für alle Mühen entschädigt



Kolibri

Die drei von der Trinkstelle
Blue Beauty

Die Vögel waren kaum mehr als zwei Meter von den Besuchern weg, jedoch ist mir kein einziges Bild gelungen, auf dem ein Kolibri im Flug zu sehen ist. Sie sind für mich einfach zu schnell.

Nach einer Stärlung und einem Plausch mit den Leuten, ging es wieder runter ins Tal. Dabei wurde nach einem kurze Regenschauer deutlich, warum der Wald im Cocora Tal auch Nebelwald heißt.

Das folgende Bild zeigt das ziemlich eindrucksvoll.

Nebelwald
Ich habe hier gezielt eine SW-variante genutzt, um den Kontrast zu verstärken.

So liebe Leser, das war#s für heut wieder, kurz und knackig wie immer.

Langsam wird es an der Zeit wieder einen Beitrag über die Blosn zu schreiben. Mal sehen vielleicht im nächsten Beitrag. Vielleicht geht es beim nächsten Mal aber auch wieder nach Kolumbien, und zwar in den karibischen Norden. Lasst euch überraschen.

Bis demnächst

Markus