Ein Blog rund um die Fotografie und die Regensburger Foto Blosn

Donnerstag, 28. Februar 2013

Unterwegs mit der Foto Blosn - Die dunklen Ecken der Stadt

Hallo liebe Leser,

lang lang ist es seit dem letzten Beitrag her. Diesmal habe ich wieder einen kurzen Beitrag über die Foto Blosn. Am 23. Februar fand unser monatlicher Stammtisch mit gemeinsamen Fotografieren statt. Das Thema lautete diesmal "Die dunklen Ecken der Stadt". Also keine schönen Postkartenmotive von Regensburg, sondern vielmehr die Schmuddelecken unserer wunderschönen Stadt. Zugegeben, es ist nicht so leicht Motive dieser Art auf den ersten Blick zu finden, aber es gibt sie. Immerhin gibt es im Altstadtgebiet an die 1000 Baudenkmäler, doch die unschönen Ecke sind dazwischen versteckt. Man muss sie nur suchen. Da wäre als Beispiel die Bausünde der Altstadt schlechthin, der Kaufhof, oder der Dultplatz.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass wir ein neues Gesicht, Georg, begrüßen dürfen.

Nach kurzer Themenbesprechung ging es auch schon los. Georg machte sich mit den Nikon Jungs, die ihm ggf. bei Problemen mit der Kamera helfen können, auf die Suche nach den dunklen Ecken.
Unser Weg führte uns gleich mal zu einem Klassiker der Schmuddelecken, dem Posthorngäßchen. Wenn man von der Goliathstraße hierher einbiegt, erlebt man einen kleinen Kulturschock. Die schicke Goliathstraße mit Boutiqen und Nobelhotel steht im krassen Gegensatz zu dieser Seitengasse. Hier blättert der Putz von den Hausmauern, Fenster sind vergittert und das Sonnenlicht dürfte sich nur gelegentlich hierher verirren.


Posthorngäßchen


Da das nördliche Ende des Posthorngäßchens in die Goldene Bären Straße mündet, entschieden wir uns gleich Richtung Donau zu gehen.

Mittlerweile waren wir doch gut eine dreiviertel Stunde unterwegs und es war, wie im Februar so üblich, kalt. Demzufolge gab es keine Einwände, als der Vorschlag aufkam, man könne sich in einem Lokal etwas aufwärmen. Auf dem Weg von der Donau zur Altstadt haben wir einen Hinterhof in der Ludwigstraße besucht. Mal sehen, welche Bilder dabei entstanden sind.

Nach einem wärmenden Zwischenstopp im Dicken Mann und insgesamt drei Bier später ging der Spaß wieder weiter.

Einer der sozialen Brennpunkte, wenn man das so nennen darf, befindet sich hinter dem Netto Markt am Arnulfsplatz. Dieser Supermarkt wird von den Einheimischen auch als Ghetto-Netto bezeichnet, denn der Name ist Programm. In den Sommermonaten findet man auf dem kleinen Platz zwischen Netto-Markt und Velodrom bereits zu Vormittagsstunden Alkoholleichen vor.
Eine solche Szenerie wäre für unser Motto hervorragend geeignet gewesen, die Kälte verhinderte aber derartige Motive.

Unweit des Marktes, in der Winklergasse, befindet sich ein traditionsreicher Waschsalon im 70er Jahre Stil. Nicht nur die Einrichtung, sondern auch die Maschinen dürften aus dieser Zeit stammen. Wie das in etwa aussieht, verrät das folgende Bild.

Waschsalon

Der Einsatz des Weitwinkelobjektivs war hier fast verpflichtend, denn so kommen die Linien schön zu Geltung. Ein leichter Retro-Filter passt meiner Meinung nach wunderbar zum Motiv.

Von hier aus ging es, wieder aufgewärmt, jedoch hungrig, zur Stammtischkneipe. Auf dem Weg dahin, von der Oberpfalzbrücke kommend, ist das alte Möbelhaus Wangler nicht zu verfehlen. Ein Betonbunker aus den 60er oder 70er Jahren, der schon recht lange ein einsames Dasein fristet. Ich denke im Inneren des Gebäudes gibt es nicht mehr viel zu holen, fotografisch gesehen, was auch nicht unsere Absicht war. Ein Bild möchte ich dennoch nicht vorenthalten, welches auf dem frei zugänglichen Vorplatz gemacht wurde.


Ausstellungsstück

So das war's wieder für heute.

Die Bilder der Blosn Mitglieder sind hier zu finden http://www.flickr.com/groups/regensburger_foto_blosn/discuss/72157632847191122/.

Der nächste Stammtisch findet am Samstag den 16.März statt. Das Thema lautet diesmal "Bilder die man hören kann".


Bis demnächst

Markus
  





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen