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Dienstag, 1. Oktober 2013

Kolumbien - Amazonas Tag 1

Hallo liebe Leser,

hier geht es weiter mit einem weiteren Beitrag über Kolumbien. Nach zwei Tagen Bogotá ging es für wenige Tage an den Amazonas, genauergesagt nach Leticia. Da es keinerlei befestigte Straßen von Bogota in den Amazonas gibt, bleibt nur das Flugzeug als Transportmittel übrig. Nebenbei bemerkt, das ist auch gut so. Man ist in etwa einer Stunde in Leticia, wohingegen der Bus sicherlich mindestens einen Tag brauchen würde.

Am Flughafen in Bogotá habe ich im vor dem Abflug folgendes Szenerie beobachtet.

Selbst ist der Mann

Der Pilot unserer Maschine war sich nicht zu schade die Frontscheiben selbst zu putzen...Respekt. Als er mich mit der Kamera sah, winkte er mir sogar noch vom Cockpit aus, zu.

Das Hotel in der kleine Stadt Leticia (ca. 35000 Einwohner) ist eine umgebaute und renovierte Finca eines ehemaligen Drogenbarons. Aber man muss sich in Leticia kaum sorgen um die eigene Sicherheit machen, denn die kolumbianische Regierung hat vor einigen Jahren unter massiven Militäreinsatz alle Drogenbarone entweder vertrieben, verhaftet oder....na man kann sich's denken. Leticia zählt somit zu den sichersten Städten Kolumbiens, denn die Menschen haben erkannt, dass der Tourismus für sie enorm wichtig ist.
Langweilige Bilder vom Hotel spare ich mir jedoch an dieser Stelle.

Ich steige hier gleich mit paar Bildern vom ersten Ausflug auf dem Amazonas ein. Wir hatten eine ganztägige  Bootstour auf dem Fluss gebucht. Die Ziele waren der Stamm der Macedonia, Puerto Narino, und das Viktoria Reservat.

Das Reservat war auch die erste Anlaufstelle. Das Empfangskomitee hatte es gleich in sich. Drei Aras, einer davon mit akkurater Armeefrisur

Ara
Eigentlich gibt es hier riesige Seerosenblätter mit Kleinkind drauf zu sehen. Doch ich hatte kein Kind dabei und somit gibt es auch kein kitschiges Bild davon.

Die Nächste Station auf dem Amazonas war der Stamm der Macedonia. Eine kleine Gemeinschaft, die direkt am Fluss lebt und die gerne Souvenirs an Touristen verkauft. Der Häuptling ist wohl dieser Herr

Der Häuptling
Der weiße Fleck am Kehlkopf ist eine Art Bemalung, vermute ich. Wehe jemand bekommt da jetzt schmutzige Gedanken. Es gab hier eine kleine Vorführung eines traditionellen Tanzes des Stammes, und fast alle Besucher mussten mitmachen, außer meine Wenigkeit. Anscheinend dachten sie, dass ich all das fotografieren möchte und deswegen musste ich nicht mitmachen.
An den bereits erwähnten Souvenirs war ich weniger interessiert. Also habe ich mich hinter die Verkaufshütte geschlichen um zu sehen, wie es dahinter aussieht. Das folgende Bild verrät Einiges über das Leben der Macedonia mit dem Amazonas.

Leben im Hinterhof
Ich finde den Einblick spannend. Man sieht wie angepasst an den Lebensraum Fluss die Menschen leben.

Der nächste Halt war der kleine Ort Puerto Narino. Dieser Ort ist nur vom Amazonas aus zu erreichen und es gibt hier keine motorisierten Fahrzeuge, außer des Müllautos. Es wäre auch schwierig mit einem PKW hier durchzufahren.

Weg ins Paradies
Die Ortschaft ist eine kleine Gemeinschaft, in der wohl jeder jeden kennt. Außerdem gehört Puerto Narino zu den wenigen Gegenden in Kolumbien, in denen man auch nachts ohne Sorge auf der Straße rumlaufen kann.

Beim Spaziergang durch die Straßen ist mir die folgende Frau aufgefallen.

Entspannt
Auch in Puerto Narino sieht man wie gut die Menschen an das Leben mit dem Amazonas angepasst sind. Aber was bleibt ihnen auch anderes übrig....es ist ihre Heimat. Das einzige Fortbewegungsmittel ist das Boot mit Aussenborder.

In Puerto Narino gibt es ein Informationszentrum über den Lebensraum Amazonas. In einer Führung bekommt man einen Eindruck, welche Tiere und Pflanzen im Fluss beheimatet sind. Leider war das fotografieren nicht erlaubt. Hier lediglich ein Bild der Hütten...

Hütten
....und einer Echse, die einfach so im Garten auf den Bäumen frei rumklettert

Haustier
Nach einem typischen kolumbianischen Mittagessen mit Amazonasfisch und Patacon ging es schon wieder weiter. Wir wollten jetzt die rosafarbenen Amazonasdelfine beobachten. Eines sei vorweg gesagt, es glang uns zwar einige Delfine zu sehen, aber nur deren Rückenflosse oder Nasenspitze. Man weiß ja vorher nie, wann und wo sie auftauchen.

Auf der Rückfahrt fing es dann typischerweise an zu regnen, logisch heißt ja auch Regenwald. Um einen gewissen Eindruck von den Dimensionen des Amazonas zu bekommen, zeige ich noch zwei Bilder.

Weite des Amazonas
Manchmal ist das nächste Ufer kaum zu sehen.

Weite des Amazonas II
Wenn man den Amazonas gesehen hat, so ist im Vergleich dazu der Rhein oder die Donau ein Bächlein.

So liebe Leser, das war's für heute wieder. diesmal etwas länger als sonst, aber ich wolle den Tag nicht in mehrere Teile spalten.

Das nächste Mal geht's weiter mit dem Dschungel Trip weiter.

Bis demnächst
Markus


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